Crespi (Giovanni Battistah, nach seinem Geburtsort il Cerano genannt, geb. 1558, gehört zu den bedeutendern Malern, bie gegen Ende des 16. Jahrh. in Mailand thätig waren. In Rom und Venedig nicht bloß für die Malerei, sondern auch in der see Litteratur und den ritterlichen Künsten gebildet, sowie mit der Baukunst und Bildhauerei vertraut, wie z. B. das Portal der Augustinerkirche in Mailand beweist, stand er am mailändischen Hofe dem Kardinal Federigo bei künst- auch die nternehmungen zur Hand und leitete auch die Akademie. C.s Werke sind nicht frei von Manier, aber großartig aufgefaßt. Sein Vorbild in der Malerei, das er zuweilen übertrifft, ist Cesare Procaccini. In den mailändischen Kirchen und in der Galerie der Brera befinden sich seine vorzüglichsten Werke. Er starb 1633. — Minder bedeutend ist sein Sohn und Schüler Daniele C., geb. 1592 in Burto-Assizio. Seine Muster waren die Caracci. In der Kirche Sta.⸗Maria della Passione — Mailand befinden sich eine Reihe trefflicher Bildnisse von ihm sowie gute Fresken in einer hintern Kapelle von San-Eustorgio. Daniele starb 1630 an der Pest.