Cruois (lat., odes Kreuzeso, Genitiv von erux), der dritte Quatember, der Mittwoch nach dem Tag der Kreuzeserhöhung (Exaltatio sanctae crucis, (Erhöhung des heiligen Kreuzesv, 14. Sept.). Erndität (lat.), Roheit (auch von Speisen), Crüger (Johannes), Kirchenkomponist, geb. 9. April 1589 zu Großbreesen bei Guben, bildete sich zum Schullehrer aus, studierte aber seit 1620 in Wittenberg Theologie. Er wurde 1622 Organist an der Nikolaikirche zu Berlin, welches Amt er bis zu seinem Tode, 23. Febr. 1662, bekleidete. C. verfaßte mehrere theoretische Schyiften, wie: Praecepta musicae practicae figuraliso (Berl. 1625), „(Synopsis musicas (Berl. 1630), Quaestiones musicaer (Berl. 1650), und komponierte viele Choräle, die zum Teil noch jetzt gesungen werden (Nun danket Alle Gottvo, Jesus, meine Zuversicht'). Gesammelt sind seine Kirchenlieder in: Neues Gesangbuch augsburger Konfession» (1640), „Geistliche Kirchenmelodien» (Lpz. 1649), Esalmodia sacra (1658) und Praxis pietatiso (1658). Eruigshantem, Dorf im Bezirk Audenarde der belg. Provinz Ostflandern, 26 Km südwestlich von Gent, mit einem schönen viertürmigen Schlosse und 5763 E., die vorzüglich Flachsbau und Ziegelbrennerei betreiben. Cruikshank (George), engl. Karikaturenzeichner, geb. 27. Sept. 1792 zu ondon, , sein Vater, der sich als Kupferstecher und Karikaturenmaler einen Namen gemacht hatte, von Edinburgh übergesiedelt war. Berühmt wurde er zuerst durch die polit. Karikaturen, zu welchen ihn 1819 der Prozeß gegen die Königin Karoline veranlaßte und welchen zahlreiche Darstellungen aus dem engl. Volksleben folgten. Eine höhere Aufgabe stellte er sich mit seinem ältern Bruder, Robert C. (gest. 1856), in den Skizzen unter dem Titel Lite in Londono, zu denen «Life in Pariso ein Seitenstück bildet. Seit 1835 ließ er den Comic Almanaco erscheinen und lieferte die Illustrationen zu den Werken Dickens' und anderer Schriftsteller. In Hogarthscher Weise und nicht minder geistvoll gab er 1848 eine Reihe von acht Blättern unter dem Titel „The bottler heraus, welche die Folgen der Trunkenheit veranschaulichen. Eine Fortsetzung davon, ebenfalls in acht Blättern, KThe drunkard's childreno, schildert die Schicksale der verwahrlosten Kinder eines Trunkenbolds. Von seinen spätern Arbeiten ist das« Life of Falstaflo (1858), mit Text von Brough, zu nennen. C.8 Figuren, obwohl karikiert, sind der Natur mit großer Treue abgelauscht, bizarr und drollig; doch stößt ein gewisser Hang zum Fratzenhaften zuweilen ab, was am meisten in seinen Illustrationen zu Dickensschen Romanen, den reinen, ruhigen Gestalten des Dichters gegenüber, merkbar wird. In rmißt, sind unter K aufzusuchen. den letzten Jahren seines Lebens wandte er sich der Olmalerei zu und stellte mehrere Gemälde in der londoner Akademie aus. C. starb 1. Febr. 1878 in London. Vgl. Reid, A complete catalogue of the engraved works of George C. „ (3 Bde., Lond. 1873); «Cruikshankiana: Collection of his most celebrated workso (Lond. 1875).