Cuba, Hichtlic und Puerto-Principe. Geschichtliches. C. wurde 28. Okt. 1492 von Columbus entdeckt und von ihm Juana benannt, welcher Rame sich jedoch so wenig als der später von Velasquez ihr beigelegte, Fernandina, gegen den einheimischen erhalten hat. Noch bei seinem Tode hielt Columbus C. für einen östlich vorspringenden Teil des amerik. Festlandes, welche Ansicht erst 1508 durch die auf Befehl Ovandos von Sebastian Ocampo unternommene Umschiffung rmißt, sind unter K aufzusuchen. widerlegt wurde. Im J. 1511 eroberte Diego Ve-e lasquez, Gouverneur des Südwestteils Hispaniolas, nach kurzem Widerstande des indian. Häupt-d lings Hatuey die Insel, gründete 1512 die Stadt Baracda und binnen einigen Jahren noch fünf bis Berb Städte, beförderte die Negereinfuhr, knüpfte erbindungen mit Mexiko an, erlangte die Würde eines Generalkapitäns von C. und aller spätern Eroberungen, und hatte schon 1520 die Insel in einen blühenden Zustand gesetzt. Als Velasquez 1524 starb, waren auch seine Nachfolger bemüht, das Land zu einer wohlhabenden Kolonie zu machen, wozu besonders die sorgfältige Schonung der Indianer beitrug. Unter Hernando Soto, welcher 1539 die Statthalterschaft erhielt, erlitt die Blüte des Landes einen empfindlichen Stoß, indem bis 1560 alle Indianer vertilgt waren. Nur die glückliche Lage und der treffliche Hafen Havana retteten die Kolonie vor dem Schicksal der übrigen Antillen und Cantta⸗ Anbau und Verkehr. Die alte Haupt-Bem antiago wurde von den Wohlhabenden und Beamten verlassen und gegen Havana vertauscht, welches man 1584 befestigte und 1633 zum Sitz eines eigenen Gouvernements machte. Im Laufe des 17. Jahrh. litt C. stark durch die Unterneh Mit dem Beginn des 18. Jahrh. bekundete die Einrichtung von Territorialauflagen schon einen gewissen Wohlstand des Volks. Als die Regierung 1717 den Tabakshandel auf C. zu ihrem Monopol erklärte, rief diese Maßregel eine Reihe von Auftänden hervor, die jedoch überwältigt wurden. Die olge des Monopols war, daß der Schleichhandel der Cubaner mit Jamaica zu einer enormen Höhe stieg, sodaß sich die span. Regierung genötigt sah, auch hiergegen mit Gewalt zu kämpfen, wobei sie oft in Streitigkeiten mit den Engländern geriet. Der Krieg von 1740 hemmte den Schleichhandel in etwas, nach dem Frieden aber lebte er von neuem auf, und die span. Regierung that endlich einen vermittelnden Schritt, indem sie das Tabaksmonoeinigen Kaufleuten von Cadiz übergab. Im 1762 unternahmen die Engländer mit 44 Kriegsiffen unter Pococke und 12—16000 Mann unter lbemarle einen Zug gegen Havana, dessen Gouverneur, Juan de Prado Porto-Carrero, sich nach einmonatlicher Ge men 13. Aug. ergeben mußte. Die Engländer nahmen esitz von Stadt und Umgegend, gaben den Verkehr frei, vertauschten jedoch die Eroberung im Frieden von 1763 gegen Florida. Die kurze Besetzung war indes von den bedeutendsten Folgen, indem die span. Regierung die alten Handelsverhältnisse nicht wiederherstellen konnte. Dieselbe mußte 1765 den freien Verkehr C.s mit Spanien bestätigen und legte dadurch den Grund zum schnellen Emporblühen der Insel und besonders Havanas, welches seit 1773 Mittelpunkt des Sklavenhandels des ganzen span. Amerika war. Im J. 1777 wurde C. zu einer unabhängigen Generalkapitanie erhoben. Nach dem nordamerik. den frien Hand. erhielten Havana und Santiago den freien Handel mit adenha Nationen, und 1790 gab man auch den Sklavenhandel frei. Diese und kung de Maßregeln förderten mächtig die Entwickelung der Kolonie, deren Zustand beim Ausbruch der Französischen Revolution ein glänzender war. Aber auch die Revolution wirkte auf C. günstig. Es wanderten viele franz. Royalisten von San-Domingo ein, welche die Erfahrungen der Pflanzer erweiterten, die nun erst den Kaffeebau einführten. Die Ausdehnung des Anbaues und Verlehrs förderte die Selbständigkeit der Bevölkerung, weckte aber zugleich auch die innern Zerwürfnisse. Diese zeigten sich zuerst gefahrdrohend in der Stimmung der Neger gegen die Weißen. Die große, 1812 durch den freien Neger Aponte angestiftete Empörung ward zwar noch vor dem Ausbruch unterdrückt, aber es gelang dies nicht in allen Fällen, und Negeraufstände waren seitdem etwas Gewöhnliches. So erhoben sich 1844 die Schwarzen um Matanzas, und im Frühjahr 1848 rief die Freilassung der Sklaven in den benachbarten franz. Kolonien Westindiens auch in C. einen Aufstand hervor, bei dem viele Tausende derselben das Opfer der grausamsten Strenge wurden. Seit die kontinentalen Kolonien Spaniens vom Mutterlande abgefallen waren, mußte die Festhaltung C.s immer wichtiger werden, das den Schlüssel des Mexikanischen Golfs und den natürlichen Handelsmittelpunkt für die Häfen dieses und des Karaibischen Meers bildet. Man begünstigte daher die Kolonie mehrfach, gab 1816 das Tabaksmonopol auf und erteilte 1818 allgemeine Handelsfreiheit. Bei der Wahl der Gouverneure für diesen ebenso wichtigen als schwierigen Posten ging man mit äußerster Sorgfalt zu Werke. Es galt 3n C. nicht allein die große Sklavenmasse niederzuhalten, sondern auch die durch das Sklavenwesen demoralisierte creolische Bevölkerung der span. Krone anhänglich oder wenigstens abhängig zu erhalten. Letzteres war um so schwieriger, als eine starke Partei unter den Creolen trotz der Verschiedenheit der Sprache, Religion und Abstammung die polit. Verbindung mit den Vereinigten Staaten von Amerika anstrebte. Andererseits begehrten auch die Nordamerikaner die Annexion der Insel an die Union, und um so mehr, als zugleich England die wichtige Kolonie für sich zu erwerben wünschte. Schon 1845 ward im Senat von Washington der Ankauf der Insel in Anregung gebracht und 1846 bildete sich in den Vereinigten Staaten eine Geselllamm welche 200 Mill. Doll. zum Ankaufe C.s zuammenschießen wollte. Während die Presse eifri für die Annexion der .** wirkte, rüsteten sich au insgeheim, mit Unterstützung von seiten der cuban. Creolen, Freischaren, um die Insel zu insur ieren und mit Waffengewalt vom span. Joche zu befreien. Bereits hatten sich 1500 Mann unter Oberst White zu diesem Zwecke gesammelt, als die nordamerik. Regierung gegen das völkerrechtswidrige Unternehmen einschritt. Auch ein späterer wirklich auswelcher Versuch des Venezuelaners Narciso Lopez, welcher mit dem Amerikaner Crittenden und dem Ungar Pragay im Aug. 1851 bei Bahia Honda landete, mißlang. Lopez ward 1. Sept. 1851 alua. die Garotte in Havana hingerichtet; sein unglückliches Ende dämpfte auch fürs erste die Annexionsgelüste der Sklavenstaaten der Union, zumal der neuernannte Generalkapitän, General Pezuela, sehr energisch auftrat. Am 1. Jan. 1854 veröffentlichte derselbe einen Erlaß, wonach die unter dem Namen Emancipados begriffenen Neger in Freiheit esetzt wurden und follten über die Früchte ihrer Arbeit frei verfügen sollten. Diese gegen das Sklavenwesen gerichtete —— regel rief in den Sklavenstaaten der Union große Erbitterung und Besorgnis hervor. Die Beschlagnahme des amerik. Dampfers Black-Warrior wegen mißt, sind ünter K aufzusuchen. Zolluübertretungen, die Untersuchung amerik. Schiffe durch cuban. Kreuzer und Verhaftung amerik. Bürger gaben dem gespannten Verhältnis neue Nahrung. Der wieder zum Generalkapitän ernannte General José Concha bewies aber in den Verhandlungen viel Takt und legte die Zwistigkeiten friedlich bei. Neue Befürchtungen erregte die Wahl Buchanans zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, da dieser im Okt. 1854 zu Ostende die Erklärung der amerik. Gesandten Soulé und Mahon mit unterzeichnet hatte, wonach die Zurückweisung einer Kauffumme (200 Mill. Doll.) für CE. der Union das Recht geben sollte, die aihre innere Ruhe und ihre Existenz gefährdendey Pu. el wegzunehmen. Buchanan erfüllte jedoch als Präsident die Hoffnungen der Annexionspartei nicht, und der später ausbrechende Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten drängte das Projekt völlig in den Hintergrund. Concha, dessen Stelle 1857 General Franz von Lersundi übernommen, kehrte schon 1858 wieder auf seinen Posten zurück. Für die nächsten zehn Jahre war die Insel verhältnismäßig ruhig; indessen wuchs die Unzufriedenheit mit der span. Herrschaft täglich mehr. Für die Anlage von Straßen im Innern geschah so gut wie nichts. Handel und Schifffahrt konnten sich nur schwächlich entwickeln unter einem System, welches den Verkehr zwischen den Kolonien und dem Mutterlande als Küstenschifffahrt taxierte und besonders den wichtigen Handel mit den Vereinigten Staaten durch unerhört hohe Zölle erdrückte. Die Landwirtschaft ward gelähmt zunächst durch die Steuer des Zehnten, noch mehr durch die sog. Alcabala, die Abgabe von 6 Proz. vom Nettoertrag des 51.. oder Austausches unbeweglicher Güter eines Sklaven, und durch die Alcabalilla, eine Auflage von 6 Proz. der Alcabala selbst. Statt durch Beförderung der Einwanderung von Weißen dem empfindlichen Mangel an Arbeitskräften abzuhelfen, suchte die span. Regierung dieselbe sogar möglichst zu hindern. Die Regierung 418 woil II. stellte sich zwar im Herbst 1866 an, als wolle sie diesem heillosen Zustande ein Ende machen, und berief eine Junta zur Beratung der nötigen vede und sozialen Reformen. Allein der üble Wille der Regierung zeigte sich schon darin, daß sie jenen Ausschuß zur Hälfte mit eigenen Bevollmächtigten, die entschiedene Gegner jeder Reform waren, besetzte, für die Wahlen auf C. einen Modus n i. der die Reformfeinde begünstigte, und schließlich statt eines allgemeinen Plans nur einige auf die Regulierung der Sklavenarbeit bezügliche Fragen vorlegte. Die Cubaner dagegen verlangten ein konstitutionelles System, Preßfreiheit, Petitionsrecht für den Insellandtag, das Recht, öffentliche Amter zu bekleiden, Freiheit des Gewerbes, des Kaufs und Verkaufs von Gütern und des Ver mächtnisses, Versammlungs- und Vereinsrecht und Vertretung der Kolonie in den Cortes neben einem Insularlandtage und einer Provinzialjunta für die Lokalangelegenheiten. Aber die Regierung wollte nicht die Vollmachten der Statthalter beschränken, keine Vertretung C.s in den Cortes und überhaupt keine Verfassung zulassen. Auch die langjährigen Bemühungen der Cubaner um Abschaffung der Sklaveneinfuhr und um bessere Behandlung der sog. Emancipados (nicht geschmuggelte und nach fünfjähriger Dienstzeit freigegebene Sklaven) hatten keinen Erfolg gehabt, und auch die Kulis keine Erleichterung ihrer Lage gefunden. Bei der Junta erneuerten die Einwohner C.s ihre Reformvorschläge; die Vorschläge, welche die cuban. Abgeordneten zur stufenweisen Abschaffung der Sklaverei machten, waren außerordentlich gemäßigt und praktisch. Aber auch hierin that die madrider Regierung lediglich nichts. Und so ist es gewiß nur sehr erklärlich, daß die verzweifelnden Cubaner schließlich an Selbsthilfe dachten. Wie um sie mit Gewalt auf diesen Weg zu drängen, hatte die Regierung im Sommer 1868 noch durch die Erhöhung der unmittelbaren Steuern um 10 Proz. und durch unsinnige Verfolgungen der Reformpartei die Erbitterung auf das höchste gesteigert. Der Ausbruch des Aufstandes wurde nur verzögert durch die Nachricht von dem Pronunciamento von Cadiz, das sich als eine neue AÄra der Freiheit ankündigte. Nochmals wagten die Cubaner auf Spanien zu hoffen; aber die republikanische Regierung ließ den grimmigen Verfolger der Reformpartei, Statthalter Lersundi, noch monatelang im Amte. Unter diesen Umständen beschlossen die Führer der euban. Unabhängigkeitsbestrebungen endlich, selbständig vorzugehen. Am 2. Aug. 1868 organisierten Franc. V. Aguilera, Manuel A. Aguilera und Frane. Maced Osorio in dem Hause des Letztgenannten in Bayamo die Verschwörung, um C. von der span. Herrschaft zu befreien. Schon nach wenigen Monaten waren ihre Anhänger so zahlreich, daß es schwer wurde, sie von einem zu frühen Losschlagen zurückzuhalten. Namentlich breitete sich die Bewegung im östl. und mittlern Teile der Insel aus. In Manzanillo stellte sich Carlos Manuel Cespedes an ihre Spitze; in Holguin Belisario Alvarez; in Las Tunas Vicenti Garcia; in Jiguani Donato Marmol und in Santiago de Cuba Manuel Fernandez. Diese Männer traten im Sept. 1868 zusammen, und wenn sie sich auch anfangs entschieden hier für einen sechsmonatlichen Aufschub in Eröffnung der Feindseligkeiten aussprachen, so einigten sie sich schließlich doch auf den 14. Okt. Inzwischen war aber die Nachricht von der beabsichtigten Schilderhebung nach Havana gedrungen. Ces-Bereh griff einen Regierungsboten auf, welcher den rbr der Verhaftung sämtlicher Verschworenen überbringen sollte, und erklärte bereits 10. Okt. auf dem Felde von Yara die Unabhängigkeit C.8. Er schlug den gegen ihn operierenden span. Offizier und nahm außer mehrern kleinen Orten 18. Okt. das wichtige Bayamo mit seinem Fort. So waren der Osten und das Centrum zu einem großen Teil in den Händen der Aufständischen, welche sofort eine republikanische Regierung einsetzten, an deren Spitze Salvador Cisneros Betancourt, Marquis von Sta.⸗Lucia, und Ignacio und Eduardo Agramonte standen. Der span. General Valmaseda wurde 25. Nov. 1868 auf dem Wege nach Nuevitas geschlagen, ein gleiches Schicksal mit ihm teilte Oberst Alvear im Dezember; jener aber drang, nachdem er seine Streitkräfte auf 4000 Mann verstärkt hatte, nach Bayamo vor, welches die numerisch schwächern Prammten nicht halten konnten und deshalb verbrannten. Inzwischen hatte sich Cespedes selbst zum Generalkapitän des östl. Departements erklärt, jedoch keine polit. Einigung mit der republikanischen Regierung erzielt, wenn auch f½½ beschlossen ward, im Felde gemeinschaftlich zu operieren. Im Winter 1868 auf 1869 drehte sich der Kampf um die Eisenbahnen zwischen Nuevitas und Puertomißt, sind unter K aufzusuchen. Principe, wobei die Spanier meistens den kürzern i zogen. Die eigentlich kriegerischen Unternehmungen r leitete fortan Quesada, dem es gelang, eine Reihe wichtiger Plätze in kurzer Zeit zu nehmen und durch einen ununterbrochenen uerrillakrieg mit seinen höchstens 26000 Mann starken Truppen das span. f Heer, dessen Stärke der spätere Kolonialminister Becerra auf 110000 Mann (70000 Voluntarios, 40 000 Linientruppen) angab, und das span. Geschwader im Schach zu Wmac das nach dem Zeugnis eines nordamerik. Admirals es mit demjenigen der Vereinigten Staaten aufnehmen könnte. So bot denn General Dulce, Nachfolger des Generalkapitäns aund 2f im Febr. 1869 den Cubanern Amnestie und Abstellung aller ihrer Beschwerden an; allein er bestand auf Abhängigkeit von Spanien und fand deshalb nur taube Ohren. Am 26. Febr. trat die republikanische Regierung des mittlern Departements zusammen und schaffte sofort die Sklaverei ab. In demselben Monat erhob sich der Villasdistrikt gegen die span. Herrschaft; es kommandierte hier ein Pole, General Ruloff, der in allen Gefechten gegen die Spanier siegreich blieb. Am 10. April 1869 der Nationalkonvent des mittlern und östl. Departements in Guaimaro statt, welcher die Republik in vier Staaten einteilte, eine Konstitution annahm und Cespedes zum Präsidenten, Manuel Quesada aber zum Oberbefehlshaber ernannte. Üüberall zogen um diese Zeit die span. Truppen den kürzern, zumal im Mai die Insurgenten durch zwei in den Vereinigten Staaten ausgerüstete Expeditionen, die eine unter Rafael Quesada mit dem Dampfer Salvador und die andere unter Thomas Jordan, einem frühern Offizier der Südstaaten, Zufuhren an Mannschaften, Waffen und Munition erhielten. Gegen Ende des Jahres trat Jordan an die Stelle Manuel Quesadas und schlug 1. Jan. 1870 eine erhebliche span. Streitmacht bei Guaimaro. Die Truppenverstärkungen, um die Dulce im Febr. 1869 immer dringender gebeten hatte, wurden, als sie im Frühjahr anlangten, durch das Gelbe Fieber in furchtbarer Weise decimiert, und die zunächst aus den Spaniern auf der hunde und dann durch Anwerbungen im Mutterlande gebildeten Legionen der Voluntarios wurden für die Regierung und Kriegfuhrung mehr eine Verlegenheit als eine wirlliche Hilfe; denn sie traten ganz als selbständige Regierung auf, setzten Beamte ab und ein, konfiszierten verhafteten nach Belieben und drückten durch Schandthaten und Grausamkeiten jeder Art dem Kampfe den Stempel des rücksichtslosesten Verwüstungskriegs auf. Ihr Üübermut ging so weit, daß sie den Statthalter Dulce, der ihnen nicht thatkräftig genug schien, 2. Juni 1870 einfach verhafteten und nach Spanien zurückschickten. Sein Masen ve Caballero de Rodas, bat, nachdem er Massen von ene Beritä hatte erschießen lassen, fortwährend neue Verstärkungen verlangt und fortwährend versichert, der Aufstand läge in den letzten Zügen, nach einem Jahre entmutigt um seine Entlassung. Nicht viel länger blieb sein Nachfolger, Graf Valmaseda, auf seinem Posten, der im Dez. 1870 eintraf. Trotz seiner grausamen Befehle und Drohungen gewann er nicht das Vertrauen der Freiwilligen und mußte 1872 erst interimistisch Ceballos, dann aber 1873 definitiv dem General Pieltain weichen, welcher, an der Möglichkeit der Bewältigung des Aufstandes verzweifelnd, Conversations-Lexikon. 13. Aufl. IV. im Juli 1873 Cespedes wiederholt, aber vergeblich, unter der Bedingung Frieden anbot, daß C. bei Spanien bleibe. Im Nov. 1873 wurde General Riben I. Generalkapitän und im Dezember deselben Jahres folgte Cisneros dem bisherigen Präsidenten Cespedes als 74. 5 der Republik, welcher letztere Ende Febr. 1874 den Spaniern verraten und von ihnen lnergishr Maßreaeln wurde. Jomüssen, um die jetzt sogar dem Westen der Jus Caurr 6. in Behn abzuwenden. Er erklärte also ganz C. in Be agerungszustand, ließ alle waffen-Pron Männer in die Miliz einreihen und zehn rozent derselben zum Dienst gegen die Aufständicher durchs Los verpflichten. W Strenge machte aber seine Stellung unhaltbar. Er bat also notgedrungen um seine Abberufung und wurde 1874 durch José de la Concha ersetzt. Dieser war die letzte Hoffnemg der span. Partei, da er mit den Verhältnissen der Insel längst bekannt und mit den Pflanzern wohlbefreundet war. Bei diefelh. Vor-Hscen gegen die Aufständischen traf er dieselben bei Yarayaba im Sept. 1874 und schlug sie; er war aber zu schwach, seinen Vorteil zu verfolgen, wie denn überhaupt der Aufstand der Karlisten die Regierung des Mutterlandes während der J. 187⁴4 und 1875 vollauf in Anspruch nahm, sodaß sie wenig oder gar nichts für die Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft in C. thun konnte. Vom Okt. 1868 bis zum J. 1874 sandte Spanien 80000 Soldaten nach C., von welchen nicht mehr als 12000 übrigblieben. n den ersten drei Jahren des Kriegs verausgabte panien 70339658 Doll. und 1875 sowie entschie 1876 schwankte der Kampf noch immer unentschieden hin und her. Als jedoch der Karlistenaufstand in Spanien unterdrückt war, wurde 1876 General Martinez Campos mit Verstärkungen nach C. gesendet; ihm folgte 1877 Jovellar als 4 Kebollen tän, welcher im Febr. 1878 die letzten Rebellen zur Unterwerfung zwang. Unnter den Mächten, welche einen moralischen Druck in der Uenan die Merem auf Spanien geübt haben, stehen obenan die Vereinigten Staaten. Die öffentliche Meinung daselbst hat sich, ziemlich frei von Annexionsgelüsten, von Anfang zu Gunsten der