Cunningham (Allan), schott. Dichter, geb. 7. Dez. 1784 zu Blackwood in der Grafschaft Dumfries, lernte als Maurer und ging 1810 nach London, wo er zuerst als Zeitungsreporter Beschäftigung fand, 1814 aber von dem Bildhauer Chantrey als Sekretär und Aufseher seines Ateliers anestellt wurde, in welcher Stellung er bis zu dessen ode verblieb. Als Dichter machte er sich durch sein Drama: „Sir Marmaduke Maxwells (Lond. 1822), besonders aber durch die Traditional tales of the English and Scottish peasantrys (2 Bde., Lond. 1822) bekannt. In den Songs of Scotland, ancient and moderno (4 Bde., Lond. 1825) lieferte er eine Auswahl schott. Lieder seit den Zeiten der Maria bis auf die Gegenwart, mit histor. Anmerkungen. Seine Romane Paul Joneso (3 Bde., Lond. 1826; deutsch von Lindau, 3 Bde., Dresd. 1827—28), und «Sir Michael Scotty (3 Bde., Lond. 1828; deutsch,3 Bde., Lpz.1829) fanden nur geringen Beifall. Glücklicher war er mit seiner History ot the British painters, sculptors and architectso (6 Bde., Lond. 1829). Sein episches Gedicht The maid of Elvaro (Lond. 1832) ist wieder einer schott. Legende aus Maria Stuarts Zeiten entnommen. Ferner schrieb er eine Biographische und kritische Geschichte der engl. Litteratur von Sam. Johnson bis zu Walter Scotts Todey (1834; deutsch von Kaiser, Lpz. 1834). Auch gab er die gesammelten Werke von Burns (8 Bde., Edinb. 1834; neuer Abdruck in Einem Bande 1864) mit einer Biographie des Dichters heraus, die er mit vielen bisher unbekannten Details bereicherte. Seine letzte Arbeit war ein Leben des Malers Wilkie (Lite of Sir David Wilkier, 3 Bde., Lond. 1842). C. starb in London kurze Zeit nach seinem Gönner Chantrey, 29. Okt. 1842. Eine Biographie C.s veröffentlichte unningham (Peter), engl. Schriftsteller, dritter Sohn des vorigen, geb. 17. April 1816 in London, wurde in Christ's Hospital erzogen und erhielt durch Sir Robert Peel, einen Freund seines Vaters, eine Anstellung im Rechnungsamt, wo er bis 1854 zum Hauptsekretär aufstieg. Seine litterarische Laufbahn hatte er bereits 1833 mit dem „Life of Drummond of Hawthorndeno begonnen. Hierauf folgten 1835 Songs of England and Scotlando (2 Bde.), 1841 eine neue Ausgabe von Campbells «British Poetso und 1848 sein Life of Inigo Jonesb. Nachdem er schon 1842 ein sehr nützliches (Handbook of Westminster Abbeyr veröffentlicht, erschien 1849 sein durch Genauigkeit, Vollständigkeit und gefällige Darstellung gleich vortreffliches MHandbook of Londonv, das für diesen Gegenstand mißt, sind unter K aufzusuchen. grundlegend wurde, und im Anschluß daran 1851 (Modern Londono. Später gab er für Murrays Bibliothek engl. Klassiker Land.n Oliver Goldsmith's Workso (4 Bde., Lond. 1854), Johnsons Lives of the poetse (3 Bde., 1854), und die Briefe Horace Walpoles (1857—59). Außerdem verfaßte C. eine Story of Nell Gwynner (1852) und lieferte Beiträge zum Athenaeumv, Frazer's Magazinen, Household Wordsound andern Zeitschriften. Nachdem er 1860 sein Amt niedergelegt, starb er 18. Mai 1869 in St.⸗Albans. — Eunningham (Richard), Botaniker und Reisender, geb. 12. Febr. 1793 zu Wimbledon, bildete sich zum Gärtner aus und war dann im Garten zu Kew angestellt, bis er 1832 Aufseher des botan. Gartens zu Sydney in Australien wurde. Er bereiste 1833 das Innere von Neuseeland und s chloß sich 1835 der Expedition des Majors Mitchell zur Erforschung des Darlingstroms an, auf welcher er 24. April 1835 von den Eingeborenen erschlagen wurde. Er schrieb TWo vears in New-Southder Familie der Coniferen, von welcher bloß eine bei uns häufig zur Zierde angebaute Art, C. sinensis, bekannt ist. Diese, ein schöner, in China heimischer, bei uns im Freien aushaltender, freilich immer nur klein bleibender Baum hat gegen 5 em lange, lanzettförmige, zugespitzte, zweizeilig gestellte, schwach sichelförmig gekrümmte Blätter von glänzend hellgrüner Farbe und eiförmige Zapfen, zwischen deren Schuppen harte, holzige Deckblätter vorragen. Unter jeder Schuppe liegen je drei zunensis Salisb. wird in ihrem Vaterlande zu einem Riesenbaume und ist dort eine beraus wertvolle und nutzbare ½½½