Cures, im Altertum eine sabinische Stadt, von der eine Ansiedelung auf dem Quirinal, welche hernach einen Bestandteil der Stadt Rom bildete, eine Kolonie gewesen sein sollte. Titus Tatius war nach der Sage als König von C. in Rom eingebrochen, um den Raub der Sabinerinnen zu rächen, und nach der Versöhnung Mitkönig von Romulus über die mit den Einwohnern von C. vereinigten Römer geworden, welche fortan neben dem ihrigen den Namen Quiriten (s. d.) geführt haben sollen. Auch Numa 11 nach der Sage aus C. Doch ist dies alles nicht Geschichte, sondern teils Sage, teils Erdichtung. Nur so viel bleibt gewiß, daß C. eine uralte sabinische Niederlassung in der Nähe Roms gewesen und frühzeitig in freundliche und feindliche Beziehungen zu demselben getreten sein muß. In histor. Zeit war es unbedeutend. Es lag zwischen den Flüßchen Correse und Carrelano vor deren Vereinigung und Mündung in den Tiber, unfern vom heutigen Correse an der Stelle des heutigen Arci. Vgl. Lanciani in den Commentationes ad honorem Mommseniv (Berl. 1877).