FeedCurzola (slaw. Koröula)
ErdkundeBrockhaus 1882

Curzola (slaw. Koröula), Stadt auf der Nordostseite der dalmatin. Hein gleichen Namens mit einem Hafen, der durch einen 2 Km breiten Kanal von dem Nordpunkte der Halbinsel Sabbioncello geschieden ist, zählt (1881) 1995, als Gemeinde 5437 E., und ist der Sitz der Bezirkshauptmannschaft, welche die Bezirke Curzola und Sabbioncello umfaßt. Die Domkirche in der Mitte der Stadt auf einem Hügel zeigt in ihrer Bauform die Merkmale des 14. Jahrh. Ein Steinbruch in der Nähe des Hafens Pedochio liefert ein vorzügliches Matexial für Steinmetzarbeiten, das in der jüngsten Zeit einen gesuchten Ausfuhrartikel bildet. Die Stadt soll in der ersten Zeit der venet. Herrschaft an Bevölkerung und Wohlstand bedeutend gewesen sein und ihren Verfall von der Pest 1558 herleiten, wo die reichsten Familien auswanderten und sich anderswo ansiedelten. Von der frühern Befestigung ist nur noch eine von den Franzosen errichtete Schanze und der von den Engländern gebaute Turm „Forte Biagio in Gestalt eines stumpfen Kegels übrig. »mißt, sind unter K aufzusuchen. 46*

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 723Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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