Cyrthanthus Ait., 11Die Alrten aus der Familie der Amaryllideen. Die Arten derselben sind krautartige Pflanzen, die vorzugsweise der Flora des Kaplandes angehören. Die Blüten bestehen aus einem langen, gewöhnlich gekrümmten, lebhaft gefärbten, whrenfoemnnen Perigon, sechs Staubgefäßen und einem unterständigen, dreifächerigen Fruchtknoten, dem ein fadenförmiger Griffel aufsitzt. Wegen der lebhaften Färbung des Perigons werden einige Arten als Zierpflanzen in Gewächshäusern gezogen, besonders C. obliquus 41t., die sich durch lange und sehr ansehnliche gelbe oder gelblichrote Blüten auszeichnet. rg fl. 50. Kyros), alter Name des Flusses ura (s. d.). n Bühel Hor⸗ ros; altpers. Kurus, d. i. Sonne; in der Bibel oresch gewöhnlich der Altere genannt, ist der Begründer des alten Persischen Reichs. Er gehörte der Dynastie der Achämeniden (s. d.) an und war der Ururenkel des Achämenes, Sohn des Kambyses, eines vornehmen Persers. Diese Angabe Herodots ist durch babylon. Keilinschriften betätigt worden; letztere nennen den Kambyses und dessen Vorfahren Cyrus und Teispes Könige von Ansan, einer babylon. Bezeichnung für Persien. Nach der von Herodot überlieferten, von Ktesias verworfenen Sage war Kambyses mit Mandane, einer Tochter des medischen Königs Astyages, vermählt. Vor der Geburt des C. träumte dem Astyages von einem Weinstock, der, seiner Tochter entsprossen, — Asien beschattete. Da die Traumdeuter diesen raum so auslegten, daß der zukünftige Enkel ihn entthronen werde, gab Astyages Befehl, das Kind sogleich nach der Geburt umzubringen. Harpagos, der Minister des Königs, übergab jedoch das Kind, um es auszusetzen, einem Hirten, der es aber mit seiner Frau auferzog. Als C. einst beim Spiele mit andern Knaben, die ihn zum König gewählt, den Sohn eines der ersten Männer des Reichs hatte züchtigen lassen und ——* Vater sich bei Astyages beklagte, antwortete er dem letztern trotzig, er habe als König mit Recht so gehandelt. Dieses hochfahrende Benehmen in Verbindung mit der Ähnlichkeit der Züge verriet dem Astyages die Abkunft des C.; übrigens von den Magiern beruhigt, schickte er denselben zu seinen Eltern nach Persien. Harpagos aber, an dem Astyages wegen seines Ungehorsams rausame Rache genommen hatte, trieb den C. zum ufstand und 9t te dafür, daß das Heer der Meder, 55 dessen Oberfeldherrn er von Astyages merkwürigerweise bestellt war, keinen ernstlichen Widerstand leistete. Wahrscheinlich löste C. nach dem Tode seines Vaters Kambyses die Lehnsunterthänigkeit seines Vaterlandes von Medien und unterwarf sich dieses selbst durch die Besiegung des Astyages bei Pasargadä (559 v. Chr.), welchen Ort er zur Krönungsstadt der pers. Könige erhob. Nachdem er hierauf die Grenzen des neuen Reichs im Norden und Osten durch Kriege mit Hyrkanien, Parthien, Baktrien, Armenien sichergestellt, bekriegte er Krösus d.), den König von Lydien, den er 549 oder 546 ei Pteria schlug, worauf er durch die rasche Einnahme von Sardes dem Lydischen Reich ein Ende machte. Seine Feldherren unterwarfen die griech. Städte in Kleinasien; doch blieb der Zusammenhang zwischen den östl. und westl. Provinzen des neuen Reichs wegen der Fortdauer von Babylonien (s. d.) als eines selbständigen Staats gefährdet. C. wandte sich daher gegen dieses Reich, dessen König Nabonidos (oder Labynetos, pers. Nabunaita) mit den Lydiern verbündet gewesen, eroberte 538 durch Ableitung des Euphrat die Hauptstadt Babylon und verwandelte das Land in eine pers. Provinz. Um seine Herrschaft in Phönizien und Syrien zu sichern, verpflichtete er sich 537 die in babylon. Gefangen—⸗ schaft weggeführten Juden durch die Erlaubnis zur Rückkehr in ihr Vaterland. Im Kampfe mit den styth. Massageten, nordöstlich vom Kaspischen Meere, jenseit des Araxes, damals von der Königin Tomyris beherrscht, soll er seinen Tod gefunden haben (529 v. Chr.). Nach der von Herodot erzählten Sage schnitt Tomyris seinem Leichnam den Kopf ab und warf ihn in einen Schlauch voll Blut, damit er seinen Blutdurst stillen könne. Sein Leichnam wurde in Pasargadä beigesetzt. Alexander besuchte die Grab—⸗ stätte, von der sich in der heutigen Ruine Kala-i-Dara unweit der Stadt Darabdjerd noch Spuren erhalten haben. C. hinterließ von seiner Gemahlin Kassandane (altpers. Kazandänä, die Schwanenhalsige), einer Tochter des Achämeniden 1 es, zwei Söhne, Kambyses (s. d.) und Smerdis, owie auch mehrere Töchter, darunter Atossa, erst Gattin des Kambyses, dann des Pseudo-Smerdis und Darius' J. C. ließ die Kassandane in Marrhasion, dem heutigen Murghab, beerdigen, wo sich noch das von den Einwohnern der Mutter Salomos zugeschriebene Grab findet. ö —2