Dachdecker sind diejenigen hon Duchern! welche sich speziell mit der Eindeckung von Dächern beschäftigen, insbesondere die Ziegeldecker, Schieferdecker, Dachpapp⸗ und Holzeementdecker, sowie die mit Dnalmur von Metalldachungen sich beschäftigenden Klempner. Sie bilden entweder eigene Gewerbe oder Innungen, wie Ziegel⸗ und Schieferdecker, oder werden von den, die Ausführung von Bedachungen übernehmenden detehune besonders Whalt. oder und Holzeement-, beziehungsweise Asphalt⸗ oder Wachstuchfabriken u. s. w. gestellt. An manchen Orten wird das Eindecken der Ziegeldächer auch von Maurern oder, wie in Thüringen, von Tünchern besorgt; ebenso werden Strohdächer, wo solche noch üblich oder statthaft sind, bisweilen von Landleuten selbst oder von kundigen Tagelöhnern eingedeckt. achel oder Wäh-ed-Dachle, d. h. die innere Oase, ägypt. Oase, links vom Nil, drei Tagereisen im W. von El Epom (in der Großen Oase), etwa sechs Tagereisen vom Nilthale bei Siüt, in 120 m Meereshöhe. Diese blühendste der libyschen Oasen hat ihre durch wüste Strecken voneinander getrennten Kulturflecke auf 41 Km Länge und 22 Em Breite verteilt und zählt auf 550 akm etwa 17000 Bewohner, in dem 1500 E. zählenden Hauptorte el Gasr, bei welchem die Ruinen eines Ammonstempels (Der-el-Hadschar, d. i. Steinkloster) stehen, und in den zehn Dörfern, die in ihrer Nähe cbenfalls zählreiche Ruinen und eine heiße Quelle aufzuweisen haben. Malerische Felsabstürze von dem Der gelegenen Wüstenplateau umziehen die Oase. er unterirdische Wasserreichtum schafft durch Rahrung Brunnen aus alter und neuester Zeit ahrung für reichliche Vegetation, welcher dieselbe mittels eines ausgedehnten Kanalnetzes zugeführt wird. Die Temperatur von 36 C. und der Reichtum des Wassers an mineralischen Bestandteilen verrät, daß dasselbe aus großer Tiefe kommt. Gegenstände der Winterkultur sind Weizen und Gerste, der Sommerkultur Reis, Durrha (Sorghum vulgare) und etwas Duchn (Penicillaria spicata); man baut auch viel Indigo und gewinnt namentlich ausgezeichnete Datteln, welche ausgeführt werden; ferner Aprikosen, Melonen, Pomeranzen, Orangen und Limonen. D'Achery (Don Lucas oder Johann Lucas), verdienter franz. Theolog, geb. 1609 zu St.⸗Quentin in der Picardie, trat früh in den Benediktinerorden, und weil dieser ihm nicht strenge genug war, 1632 in die Kongregation des heil. Raurus. Ein Steinleiden führte ihn nach Paris, und hier wurde er in der Abtei St.⸗Germain des Preés als Bibliothekar angestellt. Als solcher erwarb er sich eine staunenswerte Kenntnis der theol. und histor. Litteratur und war mit großem Erfolge bemüht, die handschriftlichen Schätze der Benediktinerabteien Frankreichs der gelehrten Welt zugänglich zu machen. Er besorgte die erste Ausgabe des Briefes des Barnabas (Par. 1645), einer alten Biographie und der gesammelten Werke des Lanfrane von Canterbury (Par. 1648), der Werke des Abtes Guibert von Nogent mit einem Anhange verschiedener kleiner Schriften des Mittelalters (Par. 1651). Von größter Bedeutung ist das von iher herausgegebene Sammelwerk mittelalterlicher Schriften: &Specilegium veterum aliquot scriptorum, qui in Galliae Bibliothecis, maxime Benedictorum supersunto (13 Bde., Par. 1655 — 77; eine neue vermehrte Auflage besorgte de la Barre, 3 Bde., Par. 1724). Auch sammelte D. das Material zu den von Mabillon bearbeiteten Acta sanctorum ordinis S. Benedictinio (Par. 1668 — 1701). D. starb 29. April 1685.