Dachrinne, die zur „im der und Ableitung des Dachwassers dienende, an der Traufkante der Dachflächen angebrachte halbrunde Rinne von Holz, Stein oder Metall (Weißblech, Zink⸗, Kupfer⸗ und Bleiblech). Man befestigt sie mittels der Rinneisen (Rinnhaken) an die Sparren und gibt ihnen ein ½ von 2—5 Proz. nach den Einmündungen der Abfallrohre. Bei gewöhnlichen Gebäuden, wo das Dach mit der Simskante verläuft, hängt man die Rinne vor den Hauptsims, wodurch derselbe zum Teil verdeckt wird und ein unschönes Auss len erhält. Bisweilen aber bildet die D. den obersten Karnies (Sima) des Simses (Karniesrinne). Am besten ist es, die D. auf den Hauptsims, beziehungsweise das 15 zu legen, wodurch das der Rinne zu gebende Gefälle verdeckt und dieselbe direkt mit den an den Umfassungsmauern oder in Vertiefungen derselben herab 6ei. don Abfallrohren verbunden werden kann. Bei den sog. Kastenrinnen wird die auf dem Hauptsims liegende D. nach vorn durch ein Blech oder Brett verkleidet. Die Weite der D. beträgt je nach der Größe der Dachflächen und Zahl der Abfallrohre 12—18 em; die Weite der letztern 7—10 em. Die Abfallrohre werden mittels Rohrschellen (Bänder oder Schlaucheisen) an der Mauer befestigt und durch angelötete Wulste oder Nasen vor dem Herabrutschen gesichert. Sie ganz in die Mauer zu legen ist nicht zweckmäßig, ebenso wenig sie frei über dem Erdboden ausmünden zu lassen. Man führt sie am besten in unterirdische Abzugskanäle, wodurch sie vor dem Einfrieren des werden. Noch besser ist es, sie im Innern des Gebäudes (wie in Wien) herabzuführen, beziehungsweise mit den Abortschläuchen zu verbinden. Die früher üblichen mit den D. verbundenen Ausgußröhren, oft mit Drachenköpfen verziert und weit vorspringend, sind jetzt fast ar Nn Wegfall gekommen.