Baden, eine dän. Familie, aus welcher mehrere namhafte Schriftsteller und Gelehrte Ma rüd en sind. — Jakob B., geb. 4. Mai 1735 zu ordingborg, gest. * Kopenhagen 5. Juli 1804, dierte zu 3 als Kritiker und se olog bekannt, studierte zu Kopenhagen, dann seit 1756 zu Göttingen und Leipzig und hielt seit 1760 Vorlesungen in openhagen. Nachher ward er Rektor am Padaogium zu Altona, 1766 an der der Eloaurn! zu Helsingör und 1780 Professor der loquenz und der lat. Sprache zu Kopenhagen. Er gründete das sog. Kritisk Journal (1768 69), das in Dänemark viel zur Bildung des Geschmacks beitrug Auch war er der erste, der über dän. Sprache Vorlesungen hielt. Seine lat. Grammatik und sein lat. Wörterbuch für die Dänen wurden noch lange nach seinem Tode in den Schulen gebraucht; auch besorgte er mn. Kasnt⸗ Schulausgaben und übersetzungen röm. Klassiker. Seine Opusculay erschienen 1793. — Sein ältester —⁷n Gustav Ludwig B., geb. 29. Febr. 1764 zu Itona, gest. u Steforscher 25. Aug. 1840, bat sich als Geschichtsfor cher und Rechtsgelehrter einen Namen erworben. Mehrere seiner histor. Monographien, z. B. über Handel und Gewerbe im Norden, über die Geschichte der dän. norweg. Gesetzkunde, vom Erbadel im Norden, bieten ein ziemlich reiches Material. Als Geschichtschreiber fehlt es ihm jedoch gänzlich an Objektivität und Darstellungsabe ngel, an denen auch sein umfangreichsies Werk, „Danmarks Riges Historie (5 Bde., Kopenh. 1829—32), leidet. — Sein Bruder, Torkel B., als Archäolog ausgezeichnet, wurde 27. Juli 1765 zu Frederiksborg geboren und brachte auf vollendeten Universitätsstudien mehrere Jahre au Reisen in Deutschland und Italien zu. Er ward 1794 Professor der Beredsamkeit und Philosophie zu Kiel, 1804 Sekretär an der Kunstakademie zu Kopenhagen, welches Amt er 1823 aufgab. B. starb zu Kopenhagen 9. Febr. 1849. Seine * ten über die alte Kunst, besonders über die grie Malerei, brachten ihn in Verbindung mit den geachtetsten Archäologen und Kunstfreunden des Auslandes. Eine Frucht davon war die von ihm veranstaltete Sammlung der „Briefe über die Kunst von und an Chr. L. von Hagedorn» (Lpz. 1797). Seine Ausgabe der Tragödien Senecas (2 Bde., Lpz. 1819 — 21) ist das Werk vieljähriger kritischer Bemühung.