FeedDalai-Noor
ErdkundeBrockhaus 1882

Dalai-Noor, d. h. der heilige See, See in der nordöstl. Mongolei, im Lande der Khaltas-Mongolen, in der Rähe der russ. Grenze, unter 49, nördl. Br. und 135 östl. L. von Ferro. Der D. ist etwa 60 kmnlang, 40 km breit und hat einen Umfang von 360 km, er befindet sich in einer hohen Steppe, die in Terrassen zum D. abfällt, dessen Niveau noch 600 meüber dem Meeresspiegel gelegen ist. Die Ufer des Sees sind uneben und das Wasser an denselben flach, meist mit Schilf bestanden; überhaupt scheint die Tiefe des Gewässers keine bedeutende zu sein. Das Wasser des Sees ist salzig. Altere Angaben lassen den Fluß Argunj aus dem D. hervortreten; doch tritt dieser nur im Frühlinge bei Hochwasser mit dem D. in Verbindung. Dagegen ergießt sich von SW. her der Kerlun, an dessen rechtem Ufer die Gobi beginnt, in den See.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 780Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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