Damän (Damasß, d. h. die Grenze), portug. Stadt an der Westküste Ostindiens, liegt im S. von Surat in der Landschaft von Nordkonkan, in fruchtbarer Umgebung, am Südufer des hier 300 m breiten Damän-Ganga. Die Stadt ist befestigt, hat zwei Kastells und neun christl. Kirchen; der Hafen, mit ehemals berühmten Docks und Werften, ist für kleine Frbe won ausgezeichnet. Geflochtene Matten und Körbe werden in Menge gearbeitet. Bedeutend ist die Tiefseefischerein mit 150 Fahrzeugen, jedes mit 30 Mann. Estlich von D. liegt, durch einen 10 km breiten brit. Streifen getrennt, das Parganä von Nagar-Havali, mit 72 Dörfern, die fast ganz von Hindus bewohnt sind, und aus denen fast die gesamten Einnahmen fließen. — Die Kolonie D. und Gebiet zählt (1877) auf 80 qkm 38485 E. Die Portugiesen eroberten D. 1531 und zerstörten es; nachdem es wieder aufgebaut worden, nahmen sie es 1588 abermals und blieben seitdem im Besitz der Stadt.