Daman oder der Grenzdistrikt, ein Landstrich in Vorderindien, zwischen 28 40“ und 33 22 nördl. Br. und von 69 30 bis 71 20 östl. L. von Greenwich, etwa 480 km lang und 90 Em breit, nördlich von dem Kald, im Englischen Salt-Rang genannten Gebirgszuge, südlich von dem Collectorat Sind der Präsidentschaft Bombay, westlich von dem Solimangebirge und östlich von dem Indus begrenzt, gehörte früher zu dem Reiche Lahore von Rundschet Singh. Der Boden ist, wo keine Irrigation stattfindet, graslos und besteht teils aus einem losen Sande, teils aus einem festen, feinen Thon, aus welchem sich nur stellenweise Zwergbäume und niedrige Sträucher erheben. Der erwähnte Thon erscheint als ein Niederschlag aus den zahlreichen kleinen Strömen und Bächen, welche in der Periode des Schmelzens des Schnees von den Bergen niederströmen und das Land überschwemmen. Wo das Land gut bewässert ist, ist der Thonboden höchst fruchtbar, und wenige Gegenden sind solches in einem höhern Grade als das Derdschat oder der sich längs dem westl. Ufer des Indus ausbreitende Teil der Ebene von D. Während des Sommers ist die Hitze daselbst sehr groß. Die Bodenerzeugnisse sind im allgemeinen die des nördl. Indien.