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GeschichteBrockhaus 1882

Damjanies (auch Damjanich, spr. Damjanitsch, d. i. Damians Sohn, Johann), ungar. Revolutionsgeneral, geb. 1804 zu Stasa in 89österr. Militärgrenze, trat nach dem Besuche der Kadettenschule in ein Grenzregiment ein, wo er bald zum Lieutenant avancierte. Das J. 1848 traf ihn als Hauptmann im 61. Linien-Infanterieregiment. Obwohl der Nationalität nach griech.⸗orient. Serbe, schloß er sich dennoch den magyar. Oppositionstendenzen an und wurde bei Errichtung der ungar. Honvéd-Bataillone von der ungar. Regierung (1848) zum Major und Kommandanten eines solchen Bataillons ernannt. D. kämpfte mit seinen Truppen hauptsächlich gegen die eigenen Stammesgenossen, gegen die Serben und Grenzer im Banat und in der Bacska. Seine tollkühne Tapferkeit verschaffte ihm rasches Avancement; schon im Jan. 1849 hatte er den Generalsrang erreicht. Aus dem Banat abberufen, nahm er wesentlichen Anteil bei den Siegen der ungar. Revolutionsarmee bei Szolnok (5. März 1849) und Waitzen (14. April), sowie am Entsatze der Festung Komorn (24. bis 27. April). Durch einen Sturz vom Wagen brach D. das rechte Bein und mußte das Festungskommando von Arad übernehmen. Diese Festung übergab er na der Waffenstreckung von Vilägos (19. Aug. 1849 an die Russen; er selbst wurde an die Ssterreicher ausgeliefert. Das Kriegsgericht verurteilte ihn zum Tode mit der Verschärfung, daß er der Hinrichtung von 12 Genossen zusehen müsse. Die Hinrichtung erfolgte am 6. Okt. 1849 in Arad.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 798Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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