FeedDamiron (Jean Philibert)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Damiron (Jean Philibert), franz. Philosoph, geb. 10. Jan. 1794 zu Belleville (Depart. Rhöne), besuchte das Lyceum Charlemagne, dann die Normalschule, wo Cousin sein Lehrer und Jouffroy sein Studiengenosse und Freund waren. Er wurde dann Lehrer in Falaise, Périgueux, Angers und in Paris; er arbeitete mit Jouffroy an dem Glober mit und war 1827 Mitglied der Gesellschaft Aide toi, le ciel t'aidera. Im J. 1828 gab er eine Sammlung seiner im 4Globe erschienenen Artikel unter dem Titel Essais sur I'histoire de la philosophie en France au XIX siècle (2 Bde., 3. Aufl. 1834) heraus, sein bestes Werk. Durch Cousins Einfluß ward D. Lehrer an der Normalschule, dann an der Sorbonne und trat in seinen Vorlesungen für den Eklektizismus ein. Nachdem er seinen «Cours complet de philosophien (3 Bde., 2. Aufl. 1842) verfaßt, wurde D. zum Mitglied der Akademie der moralischen Wissenschaften ernannt (1836). Seine Herausgabe der Nouveaux mélanges philosophiqueso von Jouffroy (1842) veranlaßte eine lebhafte Polemik. Um den Orthodoxen zu gefallen, machte D. in Jouffroys Text viele Veränderungen; Pierre Leroux antwortete darauf durch eine Schrift De la mutilation des manuscrits de M. Jouffroyv (1843). Auf Cavaignacs Aufforderung schrieb D. 1849 eine Abhandlung De la providenceo und 1850 ein Appendice au traité de la providencev. Seitdem veröffentlichte er: Mémoires pour servir à I'histoire de la philosophie du XVIIIL siècle (2 Bde., 1857), (Souvenirs de vingt ans d'enseignement à la Faculté des lettres de Pariso (1859) und «Conseils adressés à des enfants d'ouvriers et à leurs familleso (1861). D. starb zu Paris 11. Jan. 1862.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 798Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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