Daniel (Herm. Adalbert), Geograph und Theolog, geb. 18. Nov. 1812 zu Köthen, erhielt seine Gymnasialbildung zu Halberstadt und widmete sich seit Ostern 1830 auf der Universität zu Halle dell Studien. Im J. 1834 erhielt er eine Lehrer telle am Pädagogium zu Halle, wo er, zuletzt mit dem Titek als Professor, ununterbrochen thätig war, bis er 1870 um seine Pensionierung nachsuchte. D. wandte sich dann nach Dresden und starb 13. Sept. 1871 zu Leipzig. Seine schriftstellerische Thätigkeit bezieht sich teils auf seine geogr., teils auf seine theol. Studien. Seine Hauptwerke in letzterer Beziehung sind außer Tatian der Apologeto (Halle 1837) besonders die beiden Sammlungen: «Thesaurus hymnologicuso (5 Bde., Halle 1841-56) und der Codex liturgicus ecclesiae universae in epitomen redactuso (5 Bde., Lpz. 1847—56). Unter D.s weitverbreiteten geogr. Schriften sind hervorzuheben das „Lehrbuch der Geographie für höhere Unterrichtsanstalten» (Halle 1845; 54. Aufl. 1880), (Leitfaden für den Unterricht in der Geographier (Halle 1850; 136. Aufl., herausg. von Kirchhoff, Halle 1881), «Deutschland nach seinen üe und polit. Verhältnissen geschildert ⸗ (2 Bde., 5. Aufl., Lpz. 1878) und das (Handbuch der Geographiev (3 Bde., Frankf. 1859 —61; 5. Aufl., 4 Bde., Lpz. 1881 fg.). Einen Auszug aus letzterm Werke bildet das „Illustrierte kleine Handbuch der Geographier (Lpz. 1881 fg.). Vgl. (Hermann Adalbert D. Ein Lebensbildo (Halle 1872).