Cannäbich (Joh. Günther Friedr.), Geograph, sch 21. April 1777 zu Sondershausen, widmete sich 1794—97 zu Jena dem Studium der Theologie, ward 1807 Rektor der Stadtschule zu Greußen, 1819 Pastor zu Niederbösa, 1835 zu Bendeleben und starb, seit 1848 emeritiert, zu Sondershausen 2. März 1850. Ces litterarischer Ruf begründet sich besonders auf sein Lehrbuch der Geographien (Sondersh. 1816; 18. Aufl., bearbeitet von Oertel und Zöllner, 2 Bde., Weim. 1870—75). Demselben ließ er die Kleine Schulgeographiev 2 i 1818; 20. Aufl., Weim. 1870) folgen, die lange Zeit hindurch als Lehrbuch auf den deutschen Bürger⸗ und Mittelschulen diente. Für das Vollständige Handbuch der Erdbeschreibungy,‚ das er im Vereine mit Gaspari, Hassel, Guts Muths und Ukert (23 Bde., Weim. 1819—27) herausgab, lieferte er Frankreich, die Niederlande und Westindien, für die Neueste Länder⸗ und Völkerkunder den 6. Band (Weim. 1821), die Niederlande, Jonischen Inseln und Krakau enthaltend, und den 23. Band (Weim. 1827), Baden, Nassau und mehrere kleinere Staaten Deuts chlands umfassend. Unter seinen übrigen selbständigen geogr. Arbeiten sind zu erwähnen: „«Statist.⸗geogr. Beschreibung des Königreichs Preußen » (6 Bde., Dresd. 1827 —28; neue Ausg. 1835), «Statist. Beschreibung des Königreichs Württemberg (2 Bde., Dresd. 1828), Neuestes Gemälde von Frankreicho (2 Bde., 1831—32); «Neuestes Gemälde des europ. Rußland und des Königreichs Polen » (2 Bde., 1833), „Hilfsbuch beim Unterricht in der Geographiev (2. Aufl., 3 Bde., Eisl. 1838—40).