FeedDanner (Luise Christine, Gräfin von)
GeschichteBrockhaus 1882

Danner (Luise Christine, Gräfin von), Gemahlin König Friedrichs VII. von Dänemark, geb. 21. April 1815 zu Kopenhagen, stammte aus einer bürgerlichen Familie Namens Rasmussen, bildete sich zur Gouvernante aus und wirkte als solche in meh-He rern Familien. Später trat sie in das Ballett des Theaters zu Kopenhagen und gewann die Neigung des ehemaligen Buchdruckers, spätern Kammerherrn und königl. Privatsekretärs Berling, mit dessen Unterstützung sie in Kopenhagen einen Putzladen eröff:⸗ nete. Hier lernte sie der damalige Kronprinz Frierich kennen, mit dem sie fortan in Verbindung blieb. ihr Einfluß, und im März 1849 fand bei Hofe ihre Vorstellung als Baronesse D. statt. Am 7. Aug. 1850 wurde sie auf dem chlosse Frederiksborg von dem Bischof Mynster dem König zur linken Hand angetraut und 1. Jan. 1855 erfolgte ihre Erhebung.! zur dän. Lehnsgräfin von D. Mit großer Klugheit wußte sie sich dem polit. wuß bei Hofe gegenüber zu verhalten und ihren Einfluß bei —* und im Kabinett nach verschiedenen Richtungen hin geltend zu machen. Durch die Gunst des —.— erwarb sie allmählich ein großes Vermögen. Bald nach dem Tode Friedrichs VII. (1863) verließ sie Dänemark, zog sich nach Cannes in Frankreich zurück, lebte dann abwechselnd in Dänemark und im Süden und starb in Genua 6. März 1874. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 864Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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