Apotheöse (grch.) bedeutet Vergötterung, Erhebung eines Menschen zur Gottheit. Bei den Griechen fand eine solche in der ältesten Zeit nur in der Form der Heroisierung statt. Männer, welche sich um den Staat verdient gemacht hatten, wurden nach ihrem Tode als Heroen (Halbgötter) mit den für diese herkömmlichen Opfern und sonstigen Ceremonien verehrt. Regelmäßig wurde den Männern, unter deren Führung eine Kolonie gegründet worden war andeten E von den Bewohnern der durch sie gegründeten Stadt diese Ehre zuteil. Letztere wurde dann mit der Zeit in großer Ausdehnung den Verstorbenen von ihren Hinterbliebenen erwiesen. Seit dem Ende des Peloponnesischen Kriegs ging man aber in der Schmeichelei und kriechenden Unterwürfigkeit gegen mächtige Heerführer und Fürsten so weit, daß man ihnen schon bei ihren Lebzeiten nicht bloß heroische, sondern auch göttliche Ehren erwies. Das Kueh Beispiel dafür gaben einige griech. Staaten Kleinasiens, indem sie dem lacedämon. Feldherrn Lysandros wie einem Gott Opfer darbrachten und ihm zu Ehren Feste feierten. Dann wurden Alexander d. Gr., der 5 als einen Sohn des Zeus bezeichnen ließ, vielfach von Hellenen wie von Barbaren göttliche Ehren erwiesen, und diese den Despotien des Orients entstammte Unsitte verbreitete sich immer weiter auch im eigentlichen tabochen: land unter seinen Nachfolgern, den sog. Diadochen; o wurden Demetrios Poliorketes und sein Vater ntigonos im J. 307 von den Athenern als erettende Göttero begrüßt und besondere Priester für se ernannt. Bei den Römern findet sich, abgeehen von der mythischen Zeit (der als «Quirinuso verehrte Romulus ist nicht ein vergötterter Mensch, Hater vielmehr ein durch die Sage vermenschichter Gott), die A. oder, wie sie hier genannt wurde, die Consecratio zuerst für Julius Cäsar angewendet. Ihm wurden schon bei seinen Lebzeiten gewisse göttliche Ehren erwiesen. Erst nach seinem Tode wurde er durch einen Senatsbeschluß als Divus Juliuso unter die Zahl der Götter aufgenommen. Dies geschah dann ebenso für Augustus und die meisten spätern Kaiser, während die Verehrung der Kaiser als Götter bei ihren Lebzeiten nur in den Provinzen, nicht aber in Rom selbft, wenigstens nicht von Staats wegen, stattfand. A poudre (frz.) heißt diejenige Fassung grüner Edelsteine, bei welcher denselben gepulverte Kreide untergelegt wird, um ihnen mehr Feuer zu geben.