Decius, der Name eines röm. plebejischen Geschlechts, das namentlich durch die heldenmütige Aufopferung von dreien seiner Glieder für das Vaterland berühmt ist. — Publius D. Mus hatte als Kriegstribun 343 v. Chr. durch seine Einsicht und Tapferkeit das von den Samnitern eingeschlossene Heer des Konsuls Aulus Cornelius Cossus gerettet. Im J. 340 war er mit Titus Manlius Torquatus Konsul und zog mit diesem gegen die Latiner, mit welchen der Krieg in demselben Jahre ausbrach. Schon vor dem Beginn der Schlacht am Vesuv, heißt es in der sagenhaften überlieferung, waren beide Konsuln übereingekommen, daß der, dessen Flügel weichen würde, durch seinen freiwilligen Opfertod den Sieg für Rom gewinnen solle. Als nun D. wahrnahm, daß seine Scharen wankten, weihte er sich und seine Feinde feierlich den unterirdischen Göttern und stürzte sich zu Roß mitten unter die Feinde; hier fand er den Tod, aber der Sieg ward den Römern zuteil. — Sein Sohn gleiches Namens, nicht minder ausgezeichnet durch Tapferkeit und Kriegskunst, die er gegen die Samniter und Etrusker bewährte, als durch seine Thätigkeit im innern Staatswesen, ward mit Quintus Fabius 297 zunt dritten mal Konsul. Als solcher schlug er bei Maleventum die Apulier, die den Samnitern zu Hilfe kommen wollten, und verheerte hierauf mit jenem das Land der letztern. In seinem vierten Konsulat, 295, in welchem er wieder Kollege des Fabius war, hatte Ron: mit den verbündeten Samnitern, Etruskern, Galliern und Umbrern zugleich zu kämpfen. D. führte, wird erzählt, in der Schlacht bei Sentinum gegen Gallier und Samniten den linken Flügel, der den Galliern gegenüberstand, und weihte sich, da er sah, wie die Seinen durch die gallischen Streitwagen in Verwirrung kamen, dem Beispiele seines Vaters folgend, dem Tode, durch den er, wie jener, seinem Vaterlande den Sieg gewann. — Auch von seinem gleichnamigen Sohne erzählte die Sage, daß er sich in der Schlacht bei Asculum 279, in welcher er mit Publius Sulpicius dem Pyrrhus lange den Sieg streitig machte, geopfert habe. ö Deeius (Gaius Messius Quintus Trajanus), röm. Kaiser, war 201 n. Chr. zu Budalia bei Sirmium in Unterpannonien geboren und Senator unter dem Kaiser Philippus, der ihn 240 nach Mösien sendete, um daselbst nach einem Aufstand der Legionen die strenge Zucht wiederherzustellen. Doch diese nötigten ihn, selbst den Purpur anzunehmen, und Philippus verlor bei Verona zu Anfang des Herbstes 249 gegen ihn Schlacht und Leben. Während seiner Regierung verfolgte D., ein eifriger Verehrer altröm. Zustände, die Christen mit Grausamkeit, Gcan sich aber als Regent kraftvoll und thätig. Schon im Nov. 251 fiel D. nebst seinem Sohne in einer Schlacht gegen die Goten bei Forum Trebonii in der Dobrudscha.