FeedCurius Dentatus (Manius)
GeschichteBrockhaus 1882

Curius Dentatus (Manius), ein als ausgezeichneter Heerführer und wegen seiner Uneigennützigkeit berühmter Römer, aus plebejischem Geschlecht, vertrat als Volkstribun kräftig und mit Erfolg die Rechte seines Standes gegen den patricischen Interrer Appius Claudius Cäcus, der die Wahl eines plebejischen Konsuls zu hintertreiben suchte. Als Konsul beendete er 290 v. Chr. den samnit. Krieg und unterwarf die Sabiner, welche gegen Rom aufgestanden waren. Als von dem eroberten Lande ein Teil unter Bürger verteilt ward, nahm er für sich nicht mehr an als die sieben Jugera, die ein jeder erhielt, und bebaute sein Gütchen felbst als einfacher Landmann. Das Geld, durch welches Gesandte der Sabiner ihr Volk seiner Gunst empfehlen wollten, wies er zurück, indem er sagte: will lieber über reiche Leute herrschen, als selbst reich sein.» Nachher wurde er noch wiederholt im öffentlichen Dienst verwendet. Im J. 275 schlug er, zum zweiten mal Konsul, den König Pyrrhus in der entscheidenden Schlacht bei Benevent, die diesen zur Rückkehr nach Epirus nötigte. Er bekleidete das Konsulat auch im folgenden Jahre und wurde 272 Censor. Damals leitete er die Anlage einer kolossalen Wasserleitung vom Anio nach Rom ein. Zwei Jahre später sollte er den Bau als Duumvir zu Ende führen, starb aber gleich — seiner Ernennung. Die Kaskade von Terni ist dur den nach dem Flusse Nar geführten Ableitungskanal der Gewässer des Sees Velinus, welchen C. anlegen ließ, entstanden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 720Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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