FeedDeckfarben
NaturlehreBrockhaus 1882

Deckfarben heißen solche Farben, welche eine mit ihnen überzogene Fläche auf eine Weise decken, daß die bereits vorhandene Färbung dieser Fläche an den Stellen, wo die Deckfarbe aufgetragen ist, pöllig verschwindet. Es ist demnach für sie ein in der Flüssigkeit, mit der man die Farben anreibt, völlig unlösliches und undurchsichtiges Material erforderlich. Die D. stehen den durchscheinenden oder Lasurfarben oder Lackfarben gegenüber, welche wirkliche Lösungen sind und zu durchsichtigen oder durchscheinenden Massen austrocknen und daher die Grundfarbe oder eine andere bereits aufgetragene Färbung aertdenewteim lassen. Es ist z. B. das mit Ol angeriebene Bleiweiß, die in Wasser verteilte chines. Tusche eine Deckfarbe, das Gummigutt Lasurfarbe. Die verschiedenen Effekte, welche von dem Maler erstrebt werden, bedingen die Wahl der verschiedenen Farben. Bei einfachen Anstrichen auf Holzwerk, Wänden u. dgl. sind nur D. zulässig. Gute D. sind Bleiweiß, Zinkweiß, Chromgelb, Chromgrün, Blanc-fixe, Zinnober, Ultramarin u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 938Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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