Deckung heißt in der Militärsprache der Schutz gegen das Feuer oder den Angriff des Feindes. Die D. gegenüber der Wirkung der feindlichen Feuerwaffen kann entweder eine natürliche oder eine künstliche sein. Erstere entsteht durch Bodengestaltung oder durch Gegenstände, welche die Kultur auf der Erdoberfläche erzeugt hat, letztere jällt in das Gebiet der Befestigungskunst. Man pricht von indirekter D., wenn weiches Terrain vor der Front einer Stellung sich befindet, welches die Wirkung der kurz vor dem Ziele aufschlagenden Geschosse vernichtet oder abschwächt. — Man versteht unter D. auch Sicherung durch Truppen. (S. Bedeckung.) — In der Fechtkunst ist D. die Stellung oder Bewegung zur Abwehr des gegnerischen Hiebes oder Stichs.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 939Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei