Delfino, Delvino oder Delonia (im Altertum Helicranum), Stadt im türk. Vilajet Jannina oder Südalbanien (Epirus), an einem Nebenfluß des sich in den Küstensee von Butrinto ergießenden Flusses Kalefictikas und am Abhange einer mit dem Keraunischen Gebirge zusammenhängenden Bergmasse gelegen, hat verfallene Mauern, eine Burgruine, mehrere Moscheen und 4000 C., die Olbau und Handel treiben. Eine Straße verbindet D. mit dem Seehafen Chimära oder Khimära lin der Nähe der Ruinen der antiken Küstenfestung Chimaera), vordem berüchtigt als Raubnest der Chimarioten, welche sich noch bis in die Mitte des 19. Jahrh. von aller türk. Autorität frei zu erhalten wußten. ö‚
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 20Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei