Deniliquin, Stadt im Distrikt Riverina der austral. Kolonie Neusüdwales, am Edward-River, 730 km südwestlich von Sydney belegen, ist sowohl mit Sydney wie mit Melbourne durch Eisenbahn verbunden und zählt 3000 E. Der Deniliquindistrikt wurde früher ausschließlich für Weideland ehalten, doch wird neuerlich auch Getreide mit Er0 in demselben gebaut. enina (Carlo Giovanni Maria)y, ital. Schriftsteller, geb. 28. Wert 1731 zu Revello bei Saluzzo in Piemont, studierte in Saluzzo und zu Turin Theologie und die schönen Wissenschaften, trat 1754 in den geistlichen Stand und wurde im gleichen Jahre Professor an der Schule zu Pignerol, wo eine von ihm gedichtete Komödie bei der Geistlichkeit Anstoß erregte und seine 9 Dotor d veranlaßte. D. wurde 1776 zu Mailand Doktor der Theologie und —— — in lat. Sprache ein theol. Werk, welches ihm die Professur der Rhetorik in Turin verschaffte. Wegen neuer Anfeindungen der Geistlichkeit 1777 abgesetzt, wurde er in das Seminar zu Vercelli geschickt und dann nach seiner Heimat verwiesen. Erst 1781 erhielt er die Erlaubnis zur Rückkehr nach Turin. Seine histor. Arbeiten und der Umstand, daß ihn die Jesuiten verfolgten, verschafften ihm einen Ruf nach Berlin, wo er als Mitglied der Akademie von 1782 an lebte. Im J. 1800 wurde er Universitätsbibliothekar in Turin, 1804 kaiserl. Bibliothekar in Paris, wo er 5. Dez. 1813 starb. D. ist einer der Hauptvertreter des fremden, insbesondere des franz. Einflusses in der ital. Litteratur des 18. Jahrh. Sein Discorso sopra le vicende delle Letteraturao (4 Bde., Tur. 1760 u. öfter) wurde viel gerühmt und in mehrere europ. Sprachen übersetzt (deutsch von Seeben, 2 Bde., Berl. 1785—88). Sein Hauptwerk: Delle rivoluzioni d'Italia libri XXIVY (3 Bde., Tur. 1769 u. öfter; beste Ausg., Mail. 1820; deutsch von Volkmann, 3 Bde., Lpz. 1771 fg.), kann als die erste lesbare allgemeine Geschichte Italiens gelten, ist aber chen alle eigene Forschung. Seine übrigen zahlreichen istor. Arbeiten, sowie sein chaotisches linguistisches erk La clef des langueso (2 Bde., Berl. 1805) und sein in Prosa abgefaßtes Epos La Russiade (Berl. 1799 fg.) sind wertlos. Eine gute Biographie D.s von F. Reina findet sich im 1. Bande der mailänder Ausgabe der «Rivoluzioni d'Italiav.