Desportes (Alexandre Frangois), franz. Porträt⸗ und Tiermaler, geb. zu Champigneul am 24. Febr. 1661 als Sohn eines Bauern, soll im Alter von 13 Fernich durch das zufällige Abzeichnen eines Kupfer te während einer Rekonvalescenz Lust zur künstlerischen Thätigkeit gewonnen haben. Er begab sich zu dem Tiermaler Bernaert, einem Schüler Snyders', zeichnete nach Antiken, besonders aber nach der Natur. Sein Selbstporträt verschaffte ihm die Aufnahme in die Akademie. Später ging er an den Hof des poln. Königs Joh. Sobieski, den er samt zahlreichen Personen des königl. dehn porträtierte. In die Heimat zurückgekehrt, gelangte er in große Gunst bei Ludwig XV., fertigte Jagd⸗ und Tierstücke, zeichnete Kartons für Gobelins und lieferte schöne Blumenstücke. Er starb in Paris 15. April 1743. Le Bas, Joullain, Demarteau u. a. stachen nach ihm. Desportes (Philippe), zerde Dichter, geb. 1546 zu Chartres, war Vorleser des Königs Heinrich III., den er nach Polen begleitet hatte, lebte aber meist auf den zahlreichen, einträglichen Abteien, die ihm die Gunst dieses Fürsten und „Karls IX. verschaffte. Er starb am 5. Okt. 1606. den Dichtern der Pleiade (s. d.) und den ital. Lyrikern gebildet, verfaßte er mehrere Sammlungen erotischer Gedichte (Les amours de Dianen, 4Les amours diverses u. s. w.), worin er, die Romardite und metrischen Ausschreitungen der onsardisten vermeidend, als ein Vorläufer von Malherbe erscheint, und durch Shänden Heiter-Pkeit, feinen Witz, Sinn für die Schönheit der Na3tur und geistreiche Gedankenwendung den Stil der Lyrik des 17. Jahrh. inauguriert. Seine 24 KElégieso trugen ihm den Namen des franz. Tibull ein, seine Nachahmungen von Teilen von Ariosts kOrlando furiosoo und seine geistlichen Dichtungen 4Oeuvres chrétiennesd stellen ihn gleichfalls den r bedeutendsten Dichtern des 16. Jahrh. an die Seite. Eine neue Gesamtausgabe seiner Gedichte veröffentlichte A. Michills (Par. 1858).