Deveèria (Achille), Maler, geb. 6. Febr. 1800 in Paris, wo er 23. Dez. 1857 starb. Er verfolgte eine süßliche Manier in religiösen Darstellungen, welche aber sehr beliebt und in Mode waren. Außerdem war er als Lithograph thätig und gab sehr gezierte Frauenporträts, Typen, Modeblätter u. s. w. heraus. Sein Bruder, Eugöne D., geb. in Paris 1805, hat viel höhere Bedeutung. Schüler Girodets, betrat er den Weg der histor. Romantik. Er schuf zahlreiche Geschichtsbilder, religiöse Kompositionen Kapelle Sainte-Genevieve in Notre-Dame), Porträts. Sein Kolorit ist sehr effektvoll, die Technik sehr sorgfältig, am vorzüglichsten aber die geschickte Komposition. Dies bewies schon D.s Erstlingsbild: Geburt Heinrichs IV. (Galerie Luxembourg in * ris). Weitere sehr tüchtige Schöpfungen sind: Der Tod der Johanna Seymour, Die Schlacht an der Marsaille (in Versailles), Die Rückkehr des Columbus. Nachdem D. zum Protestantismus übergetreten war, wurde er zu Pau 1836 evang. Geistlicher, was ihn an der Fortsetzung seiner künstlerischen Thätigkeit nicht hinderte. Er starb 5. Febr. 1868 in Paris. ö