Descamps (Jean Baptiste), Maler, geb. 1706 in Dünkirchen, begab sich nach Paris, wo er Schüler Largillions wurde, nachdem er zu Antwerpen die Anfangsgründe seiner Kunst erlernt hatte. Er lebte größtenteils in Rouen, wo er Lehrer an der Zeichenule war. Später erhielt er den Titel eines königl. alers und wurde Mitglied der Akademien von Paris und Rouen. Seine Gemälde sind meist Genrestücke des städtischen wie des ländlichen Lebens, welche beliebt waren, im einzelnen aber (3. B. seitens Diderots) auch herben Tadel erfuhren. Auch wühreud er die Festlichkeiten zu Havre-de-Grace während der Anwesenheit Ludwigs XV. 1749, welche Zeichnungen Le Bas gestochen hat. Als Kunstschriftsteller versuchte er sich mit seiner Vie des peintres flamands, allemands et hollandaiso (4 Bde., Par. 1753—63) und „Sur P')utilité des établissements d'écoles gratuites de dessin en faveur des métierso (1767), welche Schriften noch heute von Wert sind. Er starb 30. Juli 1791 zu Rouen.