Deutzia Iyb9., eine zur Familie der Sarifrageen gehörende Gattung japanischer Sträucher, eren Zweige und gegenständige Blätter mit rauhen Sternhaaren bedeckt sind und deren in elegante Sträuße gestellte Blüten einen glockenförmigen, fünfzähnigen Kelch, fünf weiße Blumenblätter, zehn Staubgefäße mit bandförmigem, weißem Staubfaden und einen drei⸗ bis vierfächerigen Fruchtknoten mit keulenförmiger Narbe besitzen. Die Frucht ist eine lederartige, vielsamige Kapsel. Zwar erst seit 1833 in Europa eingeführt, sind die Deutzien doch bereits allgemein verbreitete Ziersträucher des dam Landes. Für Gartenbesitzer sind von besonerm Werte: D. crenata Sieb. et Zucc., bis 2 m hoch, mit zwei Spielarten mit dichtgefüllten schneeweißen (flore albo pleno) und mit weißer, auf der Rückseite der äußern Blumenblätter rosenroten (flore rubro pleno) Blumen, und D. gracialis Sieb. et Zucc., nur bis 60 em hoch, mit am Ende der Zweige stehenden dichten, am Grunde oft verästelten Blütentrauben. Jene blüht im Juli, diese im Mai und Juli und ist von um so größerm Werte, als sie sich sehr leicht treiben läßt und dann schon im Febr. und März einen reizenden Schmuck der Wohnräume und Gewächshäuser darbietet. Im freien Lande erfordern beide Arten einen sonnigen Standort, am besten in kleinern Gruppen im Gartenrasen. Man vermehrt sie aus jungen, schon etwas derb gewordenen Trieben.