Eibe (Taxus L.), eine durch Europa, Asien, Amerika und im nördlichen Afrika verbreitete Baumgattung aus der zu den Coniferen uuichen S Familie der Taxineen (22. Klasse des Linneschen Systems). Es sind kleine Bäume mit häufig Nebengipfel bildenden Asten, zweizeilig stehenden, nadelförmigen, wintergrünen Blättern, welche oben glänzend dunkelgrün, unten matt hellgrün sind und am meisten den Tannennadeln ähneln. Die männlichen Blüten, von bräunlichen uhriger umhüllt, stehen an der untern Seite vorjähriger Triebe in straußförmigen Kätzchen, ihre Staubfäden sind in eine Säule verwachsen. Die kleinen weiblichen Blüten stehen vereinzelt ebenfalls an der Unterseite vorjähriger Triebe und erwachsen mit ihren Schüppchen zu einem leischigen, roten Ring, der ein kleines Steinfrüchtchen einschließt. Die Ei be oder Ybe oder der gemeine Taxus (Taxus baccata L.), ein bis 12 m hoch werdender Strauchbaum, ist heimisch in fast ganz Europa, in Algerien, Armenien und auf den Azoreninseln, findet sich sowohl in der Ebene als in den Gebirgen. Sie erreicht ein Alter von mehr als 1000 Jahren, ist jedoch eine im Aussterben begriffene Holzart. Viele Ortsnamen beweisen, daß die E. früher viel verbreiteter war als jetzt. Sie besitzt große Lebenszähigkeit, schlägt infolge der Fähigkeit, Adventivknospen zu entwickeln, am Stamm und Stock gut aus, verträgt deshalb gut den Schnitt und wurde in den Gärten altfranz. Geschmacks viel . Hecken und künstlichen Baumfiguren verwendet. Das rötliche Holz ist harzarm, ohne Harzporen, schwer, sehr dauerhaft, elastisch und +1 20 alter Zeit lieferte es das wichtige Material für Bogen und Armbrustbogen; schon Homer erzählt davon. Neuerdings dient es vorzugsweise zu feinen Drechsler⸗ und Saneaerli letztere werden namentlich in der Schweiz gefertigt. Die Nadeln sind giftig, nicht so die kleinen fleischigen Beerenzapfen. Ihres außerinnn langsamen Wachstums wegen ist die Eibe forstwirt chaftlich zwar ohne Wert, verdient jedoch ihrer schönen Form wegen in Gärten angebaut und des historischen Interesses wegen auch forstlich, hier und da berücksichtigt zu werden. Sie ist durchaus Schattenpflanze. Die oft in Gärten zu findende canadische C. (T. canadensis Nilld.) wächst viel schneller, steht aber unserer heimischen E. an Schönhn nach. Die gärtnerischen Formen T. hibernica, astigiata, pyramidalis sind nur Varietäten.