FeedDew
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Dew (neupers. Div) heißen die dem Ahriman dienstbaren Dämonen, welche die guten Geister des Ormuzd bekämpfen. Das Zendwort daèva ist dem Sanskrit déva, (Gotto, identisch, das aber in der baktrischen Sprache die Bedeutung Dämon erhalten hat. Die Avesta kennt deren unzählige; die Hauptdews oder Archidämonen sind den guten Geistern, den Amschaspands (s. — entgegengesetzt: Ander lim Zend Andra) dem Ardibehescht, Akoman dem Bahman, Tauru dem Khordad, Zairitscha dem Amerdad, Naoghaiti der Sapandarmad (im Zend Cpenta armaiti). Ferner kennen wir den Dew Eschem (im Zend Aesma), Araska, den Dämon des Zorns, den Neid, Kunda, Canda, Wihanga, den D. der Trunkenheit u. a. Auch gibt es weibliche, daevi genannt, von denen die Pairika (neupers. peri) bestimmte Arten sind. Untergeordnete Dämonen waren auch die Darudi (im Zend Drulchs, Nominativ von drug). Die Dämonen bewohnen die Hölle (im Zend duzhaka, neupersisch duzelch).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 286Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 1

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Sagen & Mythen 6