FeedDialyse
HeilkundeBrockhaus 1882

Dialyse, eine von Graham zuerst angewandte Methode zur Trennung verschiedener gelöster Stoffe voneinander, welche darauf beruht, daß manche Körper mit Leichtigkeit durch Membranen gegen Wasser diffundieren (s. Diffusion), während andere Körver entweder weit langsamer oder gar nicht diffundieren. Diffusionsfähig sind unter andern alle Körper, welche aus wässerigen Lösungen krystallisieren, während nicht krystallisierende auch meist nicht diffusionsfähig sind. Die D. bietet daher ein Mittel dar, um Körper der einen Gruppe von denen der ndern zu trennen, und findet ne. vielfach zu die-B. benutzen, um bei dem Nachweis von Vergifungen die Trennung von Alkaloidsalzen von dem onstigen Inhalt des Magens zu bewirken. Man at zu dem Behufe nur die zu untersuchende Flüssigeit in einen geeigneten Apparat, den Dialysator, u bringen, in welchem nach Ablauf von 24 Stunen die Alkaloidsalze in das Wasser übergegangen ind, während die fremden Stoffe zurückbleiben. Der Dialysätor Grahams ist in vorstehender Gatte dargestellt. Er besteht aus einem Ringe von Zuttapercha, dessen untere Offnung mit einer Scheibe von Pergamentpapier überspannt ist, sodaß ein wasserdichter Verschluß hier erzielt wird. Läßt man den Ring in einem andern Gefäße auf Wasser schwimmen und gießt man die zu dialysierende Flüssigkeit in den Ring, so treten die diffundierbaren Stoffe durch die Pergamentpapiermembran zum Wasser hinüber. In einfacherer Form erhält man den Dialysator, indem man die Ränder eines viereckigen Pergamentpapierblattes kastenförmig in die Höhe biegt und die übereinandergeschlagenen Ecken oben durch einen durchgezogenen aden befestigt. Der so gebildete Kasten ersetzt den Ring

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 297Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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