Diaue de Poitiers, Geliebte Heinrichs II. von Frankreich, geb. 3. Sept. 1499, aus einer alten Adelsfamilie im Dauphiné, heiratete mit 13 Jahren den Grand-Senéchal der Normandie Ludwig von Bréezé, ward 1531 Witwe und erwarb trotz eines Altersvorsprungs von 20 Jahren die Gunst des Thronerben, Herzogs Heinrich von Orléans, die sie nach dessen Thronbesteigung auf den Gipfel luwer lichen Ansehens und polit. Macht brachte. Unvermindert erhielt sie sich ihren Einfluß, den auch Katharina von Medici als rechtmäßige Gemahlin des Königs nicht zu brechen vermochte, bis zu dessen Tode (1559). In den Konflikten zwischen der kath. und prot. Partei bewies sich D. als Hauptstütze der streng kath. Richtung. Der Tod ihres lönigl. Freundes war das Ende ihrer Macht. Von Katharina des Hofes verwiesen, von ihren Freunden und Schmeichlern verlassen, lebte sie auf ihrem Schlosse Anet bis an ihren Tod (22. April 1566). Man hat ihr nachgerühmt, daß sie das Herz des Königs —1 bloß durch körperliche Reize, sondern mehr noch durch ihren künstlerischen und litterarischen Geschmack gewonnen und gefesselt habe, und da sie demselben keine Kinder geschenkt, hat man sogar annehmen wollen, daß das Verhältnis nur ein freundschaftliches gewesen sei. Dianenbaum (Arbor Dianae) nennt man eine sich mehr oder weniger baumförmig gestaltende Abscheidung von metallischem Silber, welche man salpetersaurem Silber gefülltes Gefäß ein Stück Zink so aufhängt, daß letzteres sich I8 0 unter dem Spiegel der Flüssigkeit befindet. Das salpetersaure Silber wird dabei zersetzt, die Salpetersäure tritt an das Zink und löst dasselbe, während eine äquivalente Menge von Silber metallisch abgeschieden wird. Findet dabei keine Bewegung der Flüssigkeit statt, so erscheint das Silber in blattähnlichen, — — enden Lamellen, die bis auf den Boen des Gefäßes hinabwachsen können. Diano-marina, Seestadt in der ital. Provinz Porto-Maurizio (des Compartimento Ligurien) an der Eisenbahn Genua-Ventimiglia, zählt (1881 2040 E., welche lithogr. Steine brechen. Dabei liegt ein altes Schloß (Diano Castello). ianöologie (grch., von 8cvoe, Verstand), Denklehre (bei Schopenhauer). Dianthus, Pflanzengattung, s Nelke. Diantre (frz., euphemistisch für diable), in Ausrufungen: (crch.4 erteufelt! Potztausend! Dianucum (grch.⸗lat.), meniolben Diapalma (grch., Palmensalber), Pflaster aus Olivenöl, Blei, schwefelsaurem Zink und weißem Wachs; es wirkt 9.„wohleiechend und auflösend. Diapasma (grch.), wohlriechendes Streupulver, Kräuterpulver. Diapason ist in der Musik der griech. Name für die Oktave oder den achten Ton, welcher die Wiederholung des Grundtons ist. Weil diese Oktave durch Verkürzung der Saiten⸗ und Rohrlängen entsteht, haben die Franzosen das Wort D. beim Instrumentenbau und in weiterer Ausdehnung sogar bei der Stimmung der Instrumente angewandt, sodaß D. nicht nur Mensur und i sondern auch Kammerton und Stimmgabel bezeichnen kann.