Dibbeln, vom engl. to dibble, d. i. Löcher mit dem Pflanzstock machen, eine Art des Säens, welche mit dem Drillen (s. d.) große Ahnlichkeit besitzt, sich aber von demselben dadurch unterscheidet, daß der Samen nicht in ununterbrochener Reihe, sondern in kleinen, voneinander entfernten Haufen in den Boden gebracht wird. Das D., welches man früher einfach mit dem Pflanzstocke ausführte, wird seit Mitte des 19. Ptont mit Hilfe einer besondern, in England zuerst konstruierten Dibbelmaschine vorgenommen. Vorwiegend benutzt man dazu Drillaunden mit einer klappenartigen Vorrichtung an den Scharen, welche den Samenzufluß zum Boden hindert und so lange durch eine Feder festgehalten, bis sie durch mit den Rädern in Verbindung stehendes Hebelwerk für einen Augenblick geöffnet wird und den Samen fallen läßt. Eine derartige Vorrichtung kostet für jede Drillschar 7-7,75 Mark extra; mittels derselben ist man auch im Stande, die Entfernung der Samenhäufchen in den Reihen, sowie durch verschiedene Stellung der Drillschar die Entfernung der Reihen voneinander zu verändern. Die Dibbelschar, welche namentlich für Rüben angewandt wird, bringt für den Anbau dieser und ähnlicher Kulturpflanzen eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich, von denen folgende hervorzuheben sind: es wird an Saatgut gespart; die in Haufen stehenden jungen Pflänzchen können den Boden besser durchbrechen; das Verziehen wird erleichtert und schließlich kann die Bearbeitung, das Hacken, nach den verschiedensten Richtungen, kreuz und quer, selbst mit Pferden, ausgeführt werden. Vgl. Fritz, KHandbuch der landwirtschaftlichen Ma-Maschir (Berl. 1880); Wüst, Landwirtschaftliche