Dicäarchus (grch. Dikaiarchos) aus Messana, ein griech. Philosoph, der 5 Arise 300 v. Chr. lebte, schloß sich der Lehre des Aristoteles an, die er vorzugsweise nach ihrer psychol. und ethischen Seite hin entwickelte, wobei er die Substantialität der einzelnen Seelen leugnete und nur eine allgemeine Lebenskraft annahm, welche abwechselnd in den einzelnen Organismen mit verschiedener Vollkommenheit sich individualisiere. Außerdem schrieb er ein histor.⸗geograph. Werk über auch Bugra⸗ (Blos Elddoc) und, wie es scheint, auch Biogra-Phien. Die wenigen Reste seiner Schriften sammelte Fuhr (Darmst. 1841); vgl. darüber F. Schmidt (Bresl. 1867), außerdem „Buttmann (Berl. 1842).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 311Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei