Diogénes von Larte in Cilicien, deshalb Lartius genannt, lebte wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 3. Jahrh. n. Chr. Sein Werk: De vitis, dogmatibus et apophthegmatibus eorum qui in philosophia claruerunto, in 10 Büchern, ursprünglich griechisch geschrieben, ist zwar nur eine Kompilation aus sehr verschiedenwertigen Quellen, aber doch für die Geschichte der Philosophie wichtig. D. berichtet darin, obgleich mit wenig Ordnung, Wahl und Vollständigkeit, die Lebensumstände und Lehren der griech. Philosophen, am umständlichsten das Leben des Epikur, dessen Lehre er selbst nahe gestanden zu haben scheint. Es wurde in neuerer Zeit mit den Kommentaren von Casaubonus und Menagius von Hübner (4 Bde., Lpz. 1828—33) und von Cobet (Par. 1850) herausgegeben und von Borhek ins Deutsche übersetzt (2 Bde., Wien u. Prag 1807).