Digression oder Elongation heißt in der Astronomie der Winkelabstand eines Planeten von der Sonne, wie er von der Erde aus erscheint. Er ist immer dann am größten, wenn die Gesichtslinie, d. h. die Linie von dem Auge des Beobachters zum Planeten, eine Tangente an die Bahn des Planeten ist, oder auf derjenigen Linie, welche die Sonne mit dem Planeten verbindet, senkrecht steht. Venus ist dann immer etwa 47—48 von der Sonne entfernt, Merkur aber im Durchschnitt nur 23, zuweilen soar nur 18, zuweilen aber auch 28; und dies ist ie absolut größte D., welche bei diesem Planeten beobachtet wird. Der Grund, warum der Winkelahenen des Merkur von der Sonne in der angeebenen Stellung zu verschiedenen Zeiten so verschieden ist, liegt darin, daß die Bahn desselben von einem Kreise Zeit bedeutend abweicht, er also zu verschiedenen Zeiten eine sehr verschiedene wirkliche Entfernung von der Sonne hat, während die Bahn der Venus einem Kreise sehr nahe kommt. Bei Fixsternen, welche nördlich vom Zenith kulminieren (Cirkumpolarsternen), nennt man D. den Winkel, welcher von ihrem Vertikalkreis mit der Nordhälfte des Meridians gebildet wird. Die Beobachtung der dem Pol sehr nahen Sterne zur Zeit ihrer el ten D., d. h. wenn der Vertikalkreis den Parallelkreis tangiert, dient bei geographischen Ortsbestimmungen vorzugsweise zur Bestimmung der Richtung des Meridians. n der Redekunst bezeichnet man durch D. eine Abschweifung auf einen andern Gegenstand, der mit dem ndune u behandelnden nur in entfernter Dig5nus (digynisch) heißt in der Botanik eine Blüte (fos digynus), die zwei Griffel oder zwei Narben besitzt. Digynla nannte Linné die zweite Ordnung in mehrern Klassen des von ihm aufgestellten Systems. „Dihexader oder hexagonale Pyramide, eine dem lachnenteli Krystallsystem angehörige, von 12 n Wittekante Dreiecken umschlossene Form, deren Mittelkanten in einer Ebene liegen und ein reguläres Hexagon bilden. Sie besitzt 12 gleiche Polkanten und 6 gleiche Mittelkanten, 2 Polecken und 6 Mittelecken. Man unterscheidet die vollflächigen D. in solche erster Ordnung (Protopyramiden), bei welchen die Mittelecken, und in solche Diesdal Ordnung (Deuteropyramiden), bei welchen ie Halbierungspunkte je zweier gegenüberliegender Mittelkanten durch die Nebenachsen verbunden werden. Solche Formen sind bei vielen Mineralien beobachtet worden, z. B. am Quarz, Apatit, Pyromorphit u. s. w.