Durchgang oder ein Vorübergang der untern Planeten, des Merkur und der Venus, vor der Sonnenscheibe findet statt, wenn diese Planeten zur Zeit, wo sie in gerader Linie n. der Erde und der Sonne oder in ihrer untern Konjunktion stehen, eine sehr geringe Entfernung von der Ekliptik oder von einem der Knoten ihrer Bahn haben, infolge deren man sie dann mit Fernröhren vor der Sonnenscheibe als dunkle kreisförmige Flecken, weil sie uns in der untern Konjunktion ihre dunkle Seite deidor ren, vorüberziehen sieht. Wenn die Bahnen beider Planeten mit der CEkliptik zusammenfielen, so müßte diese Erscheinung bei jeder untern Konjunktion derselben beobachtet werden, also beim Merkur alle 116 Tage, bei der Venus alle 19 Monate; da aber ihre Bahnen gegen die Ebene der Ckliptik geneigt sind, so gehen sie zur Zeit der untern Konjunktion meist über oder unter der Sonne hinweg; nur wenn sie zu dieser Zeit gerade einem Knoten ihrer Bahn sehr nahe sind, gehen sie scheinbar durch die Sonnencheibe. Beim Merkur können diese Durchgänge nur im Mai und November stattfinden, weil die Knoten der Merkursbahn * liegen, daß die Erde im Ansang jedes dieser beiden Monate durch die Knotenlinie geht; doch sind die Durchgänge im November fandenf als im Mai. Die Durchgänge im 19. Jahrh. anden statt oder werden stattfinden in den J. 1802, 1815, 1822, 1832, 1835, 1845, 1848, 1861, 1868, 1878, 1881, 1891, 1894. Seltener, zugleich aber auch ungleich wichtiger sind die Durchgänge der Venus, welche sich in Perioden von 8, 105 ½, 8 und 12¹1½ 9. Jun ereignen, und zwar immer um den 4. bis 7. Juni und 6. bis 9. Dez., weil um diese snd die Erde durch die Knotenlinie geht. Seit Erndung des Fernrohrs sind sechs Durchgänge der Benus (s. d.) vorgekommen, darunter aber nur fünf, der letzte 6. Dez. 1882, beobachtet. Edmund Halley war es, der zuerst auf die große Wichtigkeit der Venusdurchgänge aufmerksam machte. Sie geben das sicherste Mittel, die Parallaxe (f. d.) der Sonne Dunch zu bestimmen. — Über den D. der Sterne urch den Meridian s. Culmination. „Durchlafß ist ein Bauwerk, welches bestimmt ist, Wasser von einer Seite eines Erdkörpers durch denselben zur andern zu leiten. Man Die dnnel An den Schlauch, die Stirn und die Flügel. m Schlauche sind die Sohle, die Seitenwände und die Decke zu unterscheiden. Besteht die Decke aus einer Trägerkonstruktion in Holz oder Eisen, auf welcher die Kommunikation stattfindet, zu deren Vermittelung der Erdkörper bei Eisenbahnen, Straßen, Kanälen u. s. w. aufgeführt wurde, so spricht man von einem offenen D.; setzt sich der Erdkörper über der Decke fort, so nennt man den D. bei einer Abdeckung mittels Steinplatten einen Platten-D., im Falle des obern Abschlusses durch ein Gewölbe Uchte Durchst D. Plattendurchlässe können für lichte Durchflußweiten bis zu etwa Im zur Anwendung kommen. Um die Gewalt des durchfließenden Wassers zu mäßigen, hat man bei Gebirgsbahnen und Straßen an steilen Lehnen die Durchlässe mit eigenen Einfallskesseln versehen, die Sohle abgetreppt, dem Schube gewaltige Widerlagsmassen entgegengestellt u. s. w. Schneiden sich die Achse des D. und jene des Erdkörpers unter rechtem Winkel, so spricht man von einem normalen D., sonst von einem schiefen D. Die Flübei können bei kleinen Objekten ganz wegbleiben, ei größern finden sie sich als gekrümmte oder Durch Mauerwerkskörper errichtet. Normal zur urchlaßachse gestellte Flügel werden durch Erd- oder Steinkegel mit dem übrigen Erdkörper in Verbindung gebracht, welche dem Aussehen des Bauwerks ein charakteristisches Merkmal verleihen.