Dingler (Joh. Gottfr.), namhafter technolog. Schriftsteller, geb. 2. Jan. 1778 zu Zweibrücken, widmete sich der Pharmacie, fungierte 1793 — 95 als Feldapotheker in der preuß. Armee und übernahm 1800 eine Apotheke in Augsburg. Hier gründete er 1806 eine chem. Fabrik und machte sich besonders durch seine technischen Erfindungen zur Vervollkommnung der Färberei und des Zeugdrucks einen Namen. Zu gleicher Zeit war er als Lehrer der Chemie und der Physik thätig. D. starb zu Augsburg 19. Mai 1855. Ein wesentliches Verdienst hat D. sich durch die Gründung des «Polytechnischen Journalso (1820), das er bis 1831 allein und bis 1840mit seinem Sohne redigierte, erworben. Außerdem gab er heraus: «Magazin für die Druck⸗, Färbe- und Bleichkunsto (3 Bde., Lpz. u. Augsb. 1818 — 20), Journal für die Zitz⸗, Kattun⸗ und Indiennedruckerei (2 Bde., Lpz. u. Augsb. 1806 —7), im Verein mit Juch und Kurrer, Neues Journal für die Indienne-und Baumwolldruckerein (4 Bde., Lpz. u. Augsb. 1815 -17). Mit Kurrer gab er Bancrofts „Neues engl. Färbebuch „(2 Bde., Nürnb. 1817— 18) heraus. Sein Sohn, Emil Maximilian D., geb. 10. März 1806 zu Augsburg, studierte seit 1822 zu Landshut, Berlin und Göttingen Chemie und unternahm dann 1829 —30 eine Studienreise durch Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich, England und Schottland. Seit 1831 an der Redaction des Polytechnischen Journalso beteiligt, führte er dieselbe seit 1840 (vom 78. Bde. an) bis zum März 1874 (bis Bd. 211) und starb 9. Okt. 1874 in Augsburg. D. hat sich um die Hebung dieses einflußreichen technischen Journals sehr verdient gemacht. Die Redaction desselben wird von Zeman und Fischer weiter geführt. ö