Dengler (Leop.), Forstmann, geb. 17.Nov. 1812 zu Karlsruhe, besuchte das Lyceum zu Karlsruhe und studierte auf der 1832 gegründeten Forstschule des Polytechnikums daselbst 1832—34 Forstwissenschaft. Nach verschiedener praktischer Thätigkeit wurde er 1848 zweiter Forstlehrer (für Waldbau, Wegebau u. s. w.) am Polytechnikum, und 1864 zum Forstrath ernannt. Er starb 27. Jan. 1866 zu Karlsruhe. D. war eine vorzugsweise praktische Kraft; namentlich im Gebiete des Wegebaues hat er sich Verdienste erworben. Seit 1. Jan. 1858 war er Redacteur der 1857 von von Gwinner gegründeten Monatsschrift für Forst⸗ und Jagdweseno; auch gab er in neuer Bearbeitung die 4. Aufl. von Gwinners Waldbauv Gen n 1863) heraus und schrieb „(Weg⸗, Brücken⸗ und Wasserbaukunde für Land- und Forstwirter (2. Aufl., Stuttg. 1868) u. s. w. Denham Dixon), Afrikareisender, geb. 1. Jan. 1786 zu London, erhielt seine Ausbildung in der dortigen Kriegsschule, diente dann im span. Kriege gegen Napoleon und machte den Feldzug in den Niederlanden mit. Er erhielt 1821 die Erlaubnis, sich der Expedition von Clapperton und Oudney nach Innerafrika anzuschließen. Die Reisenden brachen im Februar 1822 von Tripolis nach Mursuk in Fesan auf und erreichten am 4. Nov. den Tschadsee. D. bestimmte die Lage dieses Sees, begab sich nach Kukaua, der Residenz des Sultans von Bornu, und wohnte einem Kriegszuge gegen die Fellata bei, wurde dabei gefangen, entfloh aber und kam mit der geschlagenen Armee nach Bornu zurück. Später reiste er nach dem im S. in den See mündenden Schari, vermochte aber nicht weiter zu gelangen. Mit Clapperton wieder vereinigt, ging er mit diesem nach Sokoto im Fellatareiche und kehrte im April 1824 über Tripolis nach Italien, Frankreich und England zurück. Er wurde zum Oberstlieutenant und Intendanten der Negerkolonie Sierra Leone ernannt und ging im Dezember 1826 nach diesem Lande ab. Später wurde er zum Statthalter dieser Kolonie ernannt, starb aber schon 9. Juni 1828 in Sierra Leone am Fieber.