Dionysius (port. Diniz), König von Portugal 1279—1325, suchte vergebens sich und sein Land von den Fesseln des Konkordates zu befreien, welches der Kirche übergroße Freiheiten einräumte, verhinderte jedoch 1291 durch ein mit den Ständen vereinbartes Gesetz die weitere Anhäufung des Grundbesitzes in der Toten Hand. Die zweite Hälfte seines Lebens war von Kämpfen mit seinem Sohne Alfons IV. erfüllt, welchen er zu Gunsten eines Nebensohnes beeinträchtigen wollte, sodaß wiederholt Portugal auseinanderzufallen drohte. D. starb 7. Jan. 1325. Erst nach seinem Tode versöhnten sich die Brüder und Alfons IV. wurde König des ganzen Landes. D. ist der Gründer der Universität Coimbra.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 374Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei