Dionysius Periegétes lebte im 1. Jahrh. vor oder nach Christo, und schrieb unter dem Titel vorhandenes geogr. Lehrgedicht in Hexametern, in einer reinen, gewählten und fließenden Sprache. Dieses Gedicht wurde von verschiedenen Grammatikern, namentlich von Eustathius in einem gelehrten und wertvollen Kommentar erläutert, und von Avienus im 4. Jahrh. n. Chr. und Priscian Anfang des 6. Jahrh. in lat. en metrisch übertragen. Die besten Ausgaben lieferten Passow (Lpz. 1825) und Bernhardy (Lpz. 1828), neuerdings mit Paraphrasen und Kommentaren Müller in den „Geographi Graeci minores „ (Bd. 2, Par. 1861), eine übersetzung Bredow in den «Nachgelassenen Schrifteno (Bresl. 1826). ionysius, röm. Bischof 259—268, schon als Presbyter in einflußreicher Stellung, erlebte das Toleranzedikt des Kaisers Gallienus und beteiligte sich namentlich an den Kämpfen gegen den sog. Sabellianismus (s. d.), bei welcher Gelegenheit er mit seinem berühmten Namensvetter, dem Bischof von Alexandria, verschiedene Schriften wechselte.