Diospolis, d. i. Stadt des Zeus, wurde in der spätern röm. Kaiserzeit der von nachexilischen Benjaminiten bewohnte Ort Lod, grch. Lyd da, genannt, der seine Bedeutung seiner Lage an der großen ägypt. ⸗syr. Karawanenstraße, 18 Km sch östlich von Jaffa, verdankt. Hier fanden sich sehr früh Christen, und, obwohl durch Cestius Gallus zur Zeit Neros niedergebrannt, wurde D. doch bald wieder Hauptstadt eines Bezirks von Judäa, später berühmt als Sitz einer rabbinischen Gelehrtenschule und frühzeitig, wie wiederum zur 1 er Kreuzzüge, Sitz eines christl. Bischofs. Seit der Gründung des benachbarten Ramle (716 ernsr und seit dem Mittelalter, wo es mehrfach zerstört wurde (1191 durch Saladin und 1271 durch die Mongolen), gelangte es jedoch zu keiner Blüte mehr. Die mittelalterliche St. Georgskirche, deren Ruinen im Süden des heutigen Dorfes Lud d noch vorhanden sind, soll hier, am angeblichen Geburtsorte des heil. Georg, auf des Märtyrers Grabe erbaut worden sein. Im J. 415 fand zu D. eine Kirchenversammlung statt, auf welcher sich Pelagius vertheidigte. Eheben ki (magna) ist auch der griech. Name für Theben (s. d.), die alte Hauptstadt Oberägyptens, sowie für den etwas weiter nördlich am Nil gelegenen Hauptort eines oberägypt. Nomos.