Dio Cäsarea, der spätere röm. Name für das bei As6 erwähnte Sepphoris, einen von Herodes d. Gr. eroberten Ort, welcher, von Herodes Antipas wieder aufgebaut, die größte und festeste Stadt Galiläas und später Sitz der fünf Synedrien des Gabinius wurde. Um 180 n. Chr. wurde durch Rabbi Juda Nasi das große Synedrium hierher verlegt. Hierauf wurde die Stadt Bischofssitz und war dies noch in der zweiten Hälfte des 11. Jahrh.; 339 wurde D. zerstört, da die Juden, welche noch immer in Menge hier wohnten, einen Aufstand gegen die Römer erregt hatten. In der Geschichte der Kreuzzüge wird der Ort wieder erwähnt unter seinem alten Namen Sepphoris oder Saforie; hier versammelte sich vor der Schlacht bei Hattin (1187) das christliche Heer unter Veit von Lusignan, dem letzten Könige von Jerusalem. Etwa 7 km nordwestl. von Nazareth, im südl. Teile der schönen Ebene el⸗-Buttauf — die alte Ebene Sebulons — gelegen, ist D. heute ein armseliges Dorf, Seffurijeh, am südwestl. Abhang eines vereinzelten Hügels, auf dessen Gipfel die Ruinen der alten Festung, sowie die Uberreste einer den Eltern der heil. dasich bei Joachim und Anna, geweihten got. Kirche sich befinden, welche nach der Legende den Wohnsit jener Heiligen bezeichnen soll.