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ErdkundeBrockhaus 1882

Dan, ursprünglich eine phöniz. Ansiedelung und Laisch oder Leschem geheißen, später von einer Schar Daniten erobert und D. umgenannt, ein Hauptsitz des israel. Kälberdienstes seit Jerobeam I., lag an der Nordgrenze Palästinas, am Fuße des Großen Hermon (Dschebel esch-Scheikh), westlich von Paneas (Bäniäs), bei oder auf dem jetzigen grasrei250. Tell el Kädi (4Hügel des Richterso), an dessen West⸗ und Südwestrande zwei Quellen entspringen, die sich bald zu einem Teiche vereinigen, welchem der mittlere und zugleich stärkste, aber kürzeste der drei Quellflüsse des Jordan (s. d.), der Nahr Leddan, eder kleine Jordand, entströmt. An der alten, großen, von Damaskus über Paneas nach Sidon führenden Heerstraße gelegen, scheint D. schon frühzeitig dem israel. Nordreiche verloren gegangen zu san, war aber noch zur Zeit des Kirchengeschichtschreibers Eusebius als ein kleines Dorf vorhanden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 836Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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