Döhlen, Dorf im Königreich Sachsen, Regierungsbezirk Dresden, Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt, im Plauenschen Grunde, 1 km im SW. von Pottschappel, Sitz eines Amtsgerichts, mit (1880) 2194 C., ist der Mittelpunkt der großen Steinkohlengewinnung im Plauenschen Grunde. Außer den Steinkohlengruben bestehen hier Eisenießerei und Maschinenfabrikation, Gußstahlfabrik, wefelsäure⸗, Thonwaren⸗, Glasfabrik, Gasanstalt. Die verbundenen Güter Zanckerode, Weißig und D. sind wegen ihres Kohlenreichtums vom Staate angekauft. Unter Zanckerode beginnt der seit 18¹⁷ Kle kostbare, elliptisch gewölbte, 5864 m lange Erbstollen, welcher bei Briesnitz ausmündet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 430Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei