Döhler (Theod.), Klaviervirtuos, geb. 20. April 1814 zu Neapel, erhielt den ersten Klavierunterricht von seinem Vater, der aus Berlin stammte, dann von Jul. Benedict, kam 1829 nach Wien, wo Czerny und Sechter ihn unterrichteten. Mit 17 Jahren wurde er Kammervirtuos des Herzogs von cca und begleitete denselben auf Reisen. Seit 1836 fand er auf Kunstreisen in Deutschland, England, Frankreich, den Niederlanden und Rußland lebhaften Beifall durch sein technisch vollendetes, vom feinsten Geschmack getragenes Spiel, wie durch seine dankbaren und eleganten Kompositionen (von denen namentlich eine Tarantella und das Notturno in Des populär geworden sind). D. starb zu Florenz 21. Febr. 1856.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 430Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei