Doleêrit (von do*so6s, trügerisch, wegen der oft täuschenden Ahnlichkeit mit Diabasen), ein jungvulkanisches Eruptivgestein, welches ein gröberkörniges Gemenge von triklinem Feldspat (meist Labradorit), Augit, Olivin (bisweilen spärlicher vorhanden), Magnetit, auch Titaneisen darstellt, also aus denselben Mineralien besteht, welche in dem Plagioklasbasalt ein dem bloßen Auge unentwirrbares, in dem Anamesit ein sehr feinkörniges Aggregat bilden. Ausgezeichnete Fundpunkte sind die Löwenburg im Siebengebirge, das Bergmassiv des Meißner in Hessen, die Grafschaft Antrim im nordöstl. Irland, die Färber, Island und Grönland. Auch manche moderne Laven, z. B. des Ätna, sind echte D., während die eben genannten Vorkommnisse zur Tertiärzeit abgelagert wurden. Als Nephelindolerit bezeichnet man die z. B. am Katzenbuckel im Odenwald, zu Meiches im Vogelsberg, am Löbauer Berg in Sachsen auftretenden Gesteine, in welchen bei sonst übereinstimmender Mengung der trikline Feldspat durch Nephelin gewissermaßen vertreten ist.