Domitia Longina, die Tochter von Gnäus Domitius Corbulo (s. d.) und Gemahlin des Kaisers Domitian, der sie 70 n. Chr. ihrem ersten Gemahle wegnahm, um sie selbst zu heiraten. Wegen ihres Umgangs mit dem Schauspieler Paris ließ sich Domitian 81 von ihr scheiden, ertrug aber die Trennung .— sondern rief sie, angeblich um dem Wunsche des Volks zu genügen zurück. Aber als in den letzten Jahren hnisch Regierung niemand mehr vor seiner argwöhnischen Grausamkeit sicher war, beteiligte auch D. sich an der Verschwörung, deren Opfer er wurde. Noch erhaltene Statuen der D. legen Zeugnis von ihrer Schönheit ab.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 452Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei