Donaustauf, herrlich gelegener Marktflecken des bayr. Regierungsbezirks Oberpfalz, Bezirksamt Stadtamhof, in 328 m Höhe, am linken Ufer der Donau, 7,5 km unterhalb Regensburg und 15 km oberhalb Wörth, am Fuße des Bayrischen Waldes, eine Besitzung des Fürsten von Thurn und Taxis, dessen 1842 dicht am Ufer erbautes Sommerresidenzschloß mit schönem Garten bei dem großen Brande vom 4. März 1880, welcher fast den ganzen Flecken (an 100 Häuser) in Asche legte, total zerstört wurde. Der Ort zählt (1880) 1060 E. Eine steile Felsenhöhe krönen die Trümmer des alten, 1634 von den Schweden zerstörten Bergschlosses Stauf. In der —— steht an einer Anhöhe die 1842 in byzant. Stile renovierte Wallfährtskirche St. Salvator, und daneben erhebt sich die schon aus weiter Ferne sichtbare Walhalla (s. d.). Im J. 1803 kam D. mit Regensburg in den Besitz des Freiherrn von Dalberg, nach dem Wiener Frieden von 1809 aber an Bayern und 1812 unter bayr. Hoheit an den Fürsten von Thurn und Taxis. Das Schloß Stauf wurde zwischen 914 und 930 durch den Bischof Tuto von Regensburg erbaut; um dasselbe entstand ein Dorf, das schon 1065 genannt wird. Im 10. und 11. Jahrh. war die Burg der Stammsitz der mächtigen Familie der Staufer, im 12. Jahrh. war die Feste im Besitz des Domstifts Regensburg (daher der heute noch hier und da vorkommende Name «Thumstaufeno). Sie wurde 1131 durch Heinrich den Stolzen erobert und 1133 verbrannt. Bald wieder erbaut, ward sie 1146 von Herzog Heinrich Jasomirgott erstürmt, dann 1159 von Heinrich dem Löwen aufs neue belagert, endlich aber dem Bistum zurückgegeben. Am 11. Jan. 1634 nahmen sie die Schweden unter Bernhard von Weimar, die sie 11. Febr. sprengten.